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Analysen - Nebenwerte
29.09.2010
Homag BRIC-Länder mit hohem Potenzial
Bankhaus Lampe

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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Gordon Schönell, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Homag-Aktie (ISIN DE0005297204/ WKN 529720) weiterhin mit dem Rating "kaufen" ein.

Gestern habe die Homag AG im Rahmen ihrer jährlichen Hausmesse auch einen Analystentag abgehalten, auf dem noch mal die Strategie zukünftigen Wachstums erläutert worden sei. Insgesamt habe das Management dabei mit einem nach Erachten der Analysten sehr optimistischen Unterton durch die Veranstaltung geführt.

Grund zum Optimismus habe die Gesellschaft nach Erachten der Analysten, da zum einen die Erholung der Märkte weiterhin anhalte. Im 3. Quartal könne mit einem Anstieg des Auftragseingangs von über 10% gerechnet werden. Die Kapazitäten im laufenden Jahr seien damit ausgelastet. Mit einer weiteren Erholung der Märkte, und es gebe derzeit keine Anzeichen, dass der Maschinenbau nicht weiter wachse, dem passenden Produktportfolio und einer internationalen Aufstellung sollte in 2011 für Homag ein Wachstum von 10% möglich sein (BHLe bisher: 7%). In einem realistischen Szenario erscheine in 2013 das Rekordniveau aus 2008 erreichbar. Damit sei der Konsens aktuell zu niedrig.

Zum anderen sei die Gesellschaft mit den Produktionsstandorten in Brasilien und Shanghai, die auch in der Krise profitabel gearbeitet hätten, sowie einer geplanten Produktion in Indien regional gut aufgestellt, um am Wachstum der Emerging Markets teilzuhaben. Zusätzlich werde die Kapazität des Werkes in China bis 2011 verdoppelt. Bis 2015 strebe Homag in Shanghai eine Steigerung der Produktion um 280% an, ausgehend von 20 Mio. EUR in 2010. Der angestrebte Umsatz in China (inkl. Exporte aus Deutschland) solle bis 2013 auf 160 Mio. EUR verdoppelt werden.

Drittens sei auch auf der diesjährigen Messe wieder eine Neuentwicklung vorgestellt worden. Dies belege eindrucksvoll, dass die Gesellschaft technologisch führend sei. Auch die im letzten Jahr neu vorgestellte LaserTec könne angesichts von 40 verkauften Systemen, mit einem Volumen von 2,5 Mio. EUR bis 15 Mio. EUR als Erfolg angesehen werden.

Viertens würden ein Ausbau des Global Sourcing mit Einsparungen von 30% bei den Total Cost of Ownership, eine weitere Margenverbesserung im Projektgeschäft und Preiserhöhungen (zuletzt zwei in 2010; zum 1. Juli +2%) bei gleichzeitig sinkendem Preiswettbewerb dabei auch margenseitig Potenzial für neue Peaks ab 2013 bieten. Insbesondere der Einkauf in China solle ausgebaut werden. Während Homag aktuell etwa 1% aller Komponenten aus China beziehe, liege der Durchschnittswert des deutschen Maschinenbaus bei 4%. Homag sehe Potenzial bis 10%.

Die Analysten hätten ihre Schätzungen nach oben angehoben. Den aktuellen Konsens würden sie damit für 2011ff für zu niedrig halten (Umsatz 2011/12: 713 bzw. 750 Mio. EUR; EBIT 2011/12: 38 bzw. 49 Mio. EUR) . Auf Basis ihrer neuen Schätzungen errechne sich als Mittelwert aus ihrem DCF-Modell und aus ihrem Peer-Group-Vergleich ein neues Kursziel von 18,00 EUR (alt: 16,50 EUR).

Die Anlageempfehlung für die Homag-Aktie lautet damit unverändert "kaufen", so die Analysten vom Bankhaus Lampe. (Analyse vom 29.09.2010) (29.09.2010/ac/a/nw)



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