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Analysen - Ausland
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27.09.2010
Akamai Technologies dürfte kräftigen Kundenzuwachs erleben
Heibel-Ticker
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www.optionsscheinecheck.de
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Berlin (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Heibel-Ticker" würden bei der Akamai Technologies (ISIN US00971T1016/ WKN 928906) erst dann zuschlagen, wenn der Kurs um mindestens 12% unter dem jüngsten Höchstkurs liegt.
Derzeit gehe Akamai Technologies von einem Umsatzwachstum von rund 15% p.a. in den nächsten fünf Jahren aus. Demzufolge würden die Experten ein KGV von 15 für angemessen halten, da es jedoch ein Marktführer mit einer in ihren Augen gesicherten Marktposition sei, würden sie sogar bis zum doppelten KGV, also bis zu einem KGV von 30, dafür zahlen. Aktuell stehe das KGV von Akamai bei 62.
Viele Anleger würden schon auf das erwartete Ergebnis für das Jahr 2011 schielen, das KGV auf dieser Basis (also das KGV 2011e) stehe bei 31. Das Bewertungsniveau sei also schon ziemlich ausgereizt. Wer diese Aktie kaufe, der kaufe sie nicht aus Bewertungsgründen, sondern weil er daran glaube, dass sich das Geschäft besser entwickeln werde als derzeit erwartet.
Und das würden die Experten auch denken. Sie würden annehmen, dass sich die Smartphones weiterhin schneller ausbreiten würden, als dies von irgendwelchen Marktforschern prognostiziert worden sei. Sie würden auch denken, dass das Video-Streaming wesentlich schneller in den Haushalten bei uns landen werde, als wir uns dies derzeit ausmalen würden. Und anders als bei den Intel-Chips sei die schnelle Verfügbarkeit von großen Datenmengen für viele Unternehmen ein zunehmend erfolgskritischer Faktor, sodass Akamai Technologies nach Erachten der Experten in den nächsten Monaten und Jahren einen kräftigen Kundenzuwachs erleben werde.
Es gehe auch ohne Akamai Technologies, daher sei Akamai Technologies während der Finanzkrise von 60 auf 15 US-Dollar gefallen. Doch die Krise sei überstanden, und wir stünden am Beginn eines neuen Aufschwungs und Unternehmen, die ihre Kunden begeistern wollten, würden in die Infrastruktur investieren und so würden die Experten tatsächlich einen über den Erwartungen liegenden Umsatzanstieg bei Akamai Technologies erwarten.
Letzte Woche habe Bernanke seine Sorge über die US-Konjunktur kundgetan und angekündigt, weiterhin eine sehr lasche Geldpolitik zu fahren. Investitionskapital werde für Unternehmen also weiterhin günstig und reichlich verfügbar sein. Auch das spiele also in die Hände von Akamai Technologies.
Allerdings werde das erste Hüsteln von Bernanke den himmelsstürmenden Aktien von Akamai Technologies ein vorläufiges Ende setzen. Wie oben erwähnt werde auch dies dazu beitragen, den Kurs weiterhin volatil zu halten.
Nun, der Vollständigkeit halber noch ein abschließender Blick auf die Bilanz. Die sehe recht gut aus, denn das Unternehmen habe 0,5 Milliarde US-Dollar Barreserven und jährlich kämen rund 90 Mrd. USD hinzu. Nennenswerte Schulden bestünden nicht, damit sei Akamai Technologies weiterhin in der Lage, notwendige Investitionen zu tätigen, selbst wenn der Kreditmarkt nochmals wie während der Finanzkrise austrocknen sollte.
Gute Aktien seien immer hoch bewertet. Einmal abgesehen von einer Finanzkrise wie 2008, während derer man Akamai Technologies vermutlich nicht mit der Pinzette angefasst hätte, erhalte man so gute Aktien einfach nicht zu Schnäppchenpreisen.
In den vergangenen sechs Wochen sei der Kurs von Akamai Technologies um 30% nach oben gejubelt worden. Das mache die Aktie nun anfällig für einen Rückschlag, wie man am Freitag bereits habe sehen können.
Grundsätzlich würden die Experten von "Heibel-Ticker" bei der Akamai Technologies-Aktie erst dann zuschlagen, wenn der Kurs um mindestens 12% unter dem jüngsten Höchstkurs liegt. Für die aktuelle Korrektur wäre das ein Abschlag von 12% vom Höchstkurs bei 40,50 Euro, also 40,5 minus 5,06 = 35,44 Euro. Aktuell notiere die Aktie bei 37,13 Euro, da könne der Kurs also noch ein wenig weiter korrigieren. Sodann würden die Experten diese Aktie als spekulativen Anteil nicht durch dick und dünn im Depot belassen, sondern vielmehr bei ersten Anzeichen einer weltweit anziehenden Geldpolitik verkaufen. Denn wenn das investitionsfreundliche Klima seitens der Notenbanken in Europa und den USA beendet werde, dann sollte auch ein eventueller Run auf die Dienste von Akamai Technologies abebben. (Ausgabe 38 vom 24.09.2010) (27.09.2010/ac/a/a) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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