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News - Ausland
26.06.2002
WorldCom Bilanzbetrug
BoersenMan.de

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Seit Anfang 2001 hat WorldCom (WKN 881477) falsche Bilanzen vorgelegt, berichten die Aktienexperten von "BoersenMan.de".

Gewinne in Höhe von 3,8 Milliarden Dollar seien anscheinend erstunken und erlogen. Die Auswirkungen des Skandals ließen sich noch gar nicht vollständig einschätzen. Nur wenig sei bisher überhaupt bekannt, aber das bisschen, das bekannt sei, sei schon schlimm genug. Demnach habe WorldCom einen Großteil seiner Ausgaben nicht als solche deklariert und dadurch Gewinne ausgewiesen, die eigentlich gar nicht existieren würden. Im Gegenteil, wie WorldCom gestern Abend nach Börsenschluss in New York zugegeben habe, habe man eigentlich im Jahr 2001 und im ersten Quartal 2002 Verluste gemacht.

WorldCom-Finanzvorstand Scott Sullivan sei fristlos rausgeschmissen worden, 17.000 Mitarbeiter würden ab Freitag entlassen. Die Bilanzen sollen jetzt neu aufgestellt werden. Das habe der erst seit Anfang Mai amtierende Vorstand John Sidgmore angekündigt. Im Übrigen gehe er davon aus, dass WorldCom in seiner Existenz nicht gefährdet sei - Pfeifen im Walde von einem Unternehmen, das über 30 Milliarden Dollar Schulden habe und dem die Kreditwürdigkeit aberkannt worden sei.

Die eh schon seit Monaten immer tiefer fallende WorldCom-Aktie stürzt in Frankfurt heute um über 60 Prozent ab, so die Experten von "BoersenMan.de".


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