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Analysen - DAX 100
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13.09.2010
Deutsche EuroShop erstes Halbjahr 2010 mit stabiler Entwicklung
GSC Research
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www.optionsscheinecheck.de
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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von GSC Research, Klaus Kränzle, stuft die Aktie der Deutschen EuroShop (ISIN DE0007480204/ WKN 748020) in seiner Ersteinschätzung mit "halten" ein.
Mitte August habe die Deutsche EuroShop AG die Zahlen für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2010 gemeldet. Der Umsatz habe hauptsächlich aufgrund des neu erworbenen A10 Centers deutlich um 12 Prozent auf 70,4 (Vj. 63,0) Mio. Euro zugelegt. Nach Erachten der Analysten sei jedoch angesichts des weiterhin schwierigen Konsumumfeldes in Deutschland insbesondere die Steigerung der Umsatzerlöse des Bestandsportfolios um 1,1 Prozent beachtenswert.
Das operative Ergebnis (EBIT) sei ebenfalls durch den Ergebnisbeitrag des A10 Centers deutlich um 13 Prozent auf 60,8 (53,8) Mio. Euro gestiegen. Das Ergebnis vor Steuern und Bewertung habe sich überproportional um ein Fünftel auf 31,2 (26,1) Mio. Euro verbessert, da das Unternehmen neben dem neu erworbenen Shoppingcenter auch bei den Bestandsobjekten höhere Ergebnisbeiträge habe erzielen können.
Im Einklang mit den IFRS-Regularien weise die Deutsche EuroShop AG seit dem 31.12.2009 das Bewertungsergebnis aus Währungseffekten nicht mehr in der GuV aus, sondern verrechne es ergebnisneutral im Eigenkapital. Vor diesem Hintergrund sei das Konzernergebnis nach Steuern und Bewertung gegenüber dem Vorjahreswert um 15 Prozent auf 26,0 (30,5) Mio. Euro gesunken. Das Ergebnis je Aktie sei mit 0,60 (0,83) Euro ausgewiesen worden.
Ohne den Effekt dieser Bilanzierungsumstellung wäre im ersten Halbjahr 2010 das Nachsteuerergebnis (26,0 Mio. EUR) gegenüber dem bereinigten Vorjahreswert von 21,6 Mio. Euro (30,5 minus 8,9 Mio. EUR) sogar um 4,4 Mio. Euro gestiegen.
Die bei der Analyse von Immobilienaktien zunehmend an Bedeutung gewinnende Kennzahl Funds from Operations (FFO = Jahresüberschuss minus Bewertungsergebnis plus latente Steuern) sei mit 0,72 (Vj. 0,71) Euro je Aktie angegeben worden.
Insgesamt würden die Analysten den Halbjahresbericht der Deutschen EuroShop AG angesichts des weiterhin schwierigen deutschen Konsumumfeldes als gut bewerten.
Mit der Aktie der Deutschen EuroShop AG finde der Anleger eine interessante Kombination aus Immobilien- und Konsumwert auf dem deutschen Kurszettel, die es ihm ermögliche, von den veränderten Konsumgewohnheiten in Deutschland bzw. Europa zu profitieren. Nach der Boomzeit der Kaufhäuser in den 70er Jahren habe die Karstadt-Thematik auch der Allgemeinheit die dramatischen Veränderungen in den Konsumgewohnheiten der Verbraucher sehr anschaulich vor Augen geführt.
Die Deutsche EuroShop AG sei das einzige deutsche börsennotierte Unternehmen, das ausschließlich in Shoppingcenter investiere. Dabei definiere das Hamburger Unternehmen den Begriff "Shoppingcenter" als ein Objekt mit einer Fläche von mindestens 20.000 Quadratmetern und mit mindestens 60 Mietern. Hierbei betreibe man eine sehr strenge Standortauswahl, um das wirtschaftliche Risiko in überschaubaren Grenzen zu halten. Das Centermanagement, welches alle übergeordneten Aktivitäten und damit vor allem die Vermietung, aber auch z.B. Werbeaktionen betreibe, sei dabei an die der Otto-Familie gehörende Otto-Gruppe ausgelagert.
Der gut einschätzbare sowie auch in der Wirtschaftskrise 2009 stetige und gute Geschäftsverlauf mache sich natürlich in einer vergleichsweise hohen Bewertung der Aktie bemerkbar. Nichtsdestotrotz würden die Analysten das derzeitige Kursniveau der Aktie der Deutschen EuroShop AG für gerechtfertigt halten. Sie würden allerdings das kurzfristige Kurspotenzial des Wertes als limitiert ansehen, da ihres Erachtens momentan alle Stärken des Unternehmens im aktuellen Kursniveau hinreichend gewürdigt seien.
Die erste Hauptempfehlung der Analysten von GSC Research für die Aktie der Deutschen EuroShop AG lautet daher "halten" mit einem Kursziel von 25,50 Euro. Dividendenorientierte Langfristanleger könnten den Titel jedoch bei einer momentan noch steuerfreien Rendite von über 4 Prozent durchaus als Depotbeimischung erwerben. (Analyse vom 13.09.2010) (13.09.2010/ac/a/d)
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