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Analysen - Ausland
24.06.2002
Ligand Pharma. verkaufen
sunday-market

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Die Analysten von "sunday-market" empfehlen derzeit die Aktien von Ligand Pharmaceuticals (WKN 895777) zum Verkauf.

Ligand gehöre zu den wenigen Biotechnologie-Unternehmen, die dieses Jahr an die Schwelle der Profitabilität stoßen würden. Ligand sei spezialisiert auf eine Vielzahl von Indikationen, darunter Hautkrankheiten, hormonelle Störungen, Krebs, Herzerkrankungen, Entzündungen und Osteoporose. In den Jahren 1989 bis 2001 seien insgesamt 360 Millionen US-Dollar in die Forschung investiert und 24 neue potenzielle Medikamente entdeckt worden.

Davon hätten zehn die klinischen Testungen erreicht - ein beachtenswert hoher Anteil. Nochmals 300 Millionen US-Dollar seien in die Entwicklung gesteckt worden, woraus schließlich fünf zugelassene Produkte hervorgegangen seien. Neben den eigenen Produkten entwickele Ligand in Kooperation mit namhaften Pharmakonzernen wie Pfizer, GlaxoSmithKline, Wyeth, Eli Lilly und Abbott Laboratories weitere Präparate, für die Ligand Meilensteinzahlungen und später Tantiemen erhalte.

Ligands auf dem Markt befindliche Produkte seien keine Blockbuster. Auch die Pipeline sei eher solide als spektakulär. Der zur Zeit wichtigste Umsatzträger sei Ontak, ein Mittel das bei Lymphknotentumoren eingesetzt werde. Der Umsatz dürfte in diesem Jahr bei 35 bis 40 Millionen US-Dollar liegen. Hoffnung setze man auf das kürzlich zugelassene Schmerzmittel Avinza, dessen Umsätze in gleicher Größenordnung liegen sollten. Avinza sei ursprünglich von der irischen Elan Pharmaceuticals entwickelt und 1998 von Ligand lizenziert worden. Elan behalte die Vermarktungsrechte außerhalb der USA.

In der Pipeline (Phase III) würden sich zwei Präparate befinden, die Einfluss auf Östrogen-Rezeptoren nehmen würden und zur Osteoporose-Vorbeugung eingesetzt werden sollten. Lasofoxifene, ein Hormonersatz für Frauen nach der Menopause, werde von Pfizer entwickelt, während Bazedoxifene für die gleiche Indikation von Wyeth entwickelt werde. Für Lasofoxifene werde Ligand 6 Prozent des Umsatzerlöses von Pfizer erhalten.

Für das laufende Jahr erwarte man bei Ligand einen Umsatzsprung von mehr als 150 Prozent und einen Gewinn je Aktie von minus 0,08 bis plus 0,02 US-Dollar. Auf Grund der wenig aufregenden Pipeline dürfte das Wachstum in den Folgejahren deutlich abflachen. Ausgehend von einem langfristigen Wachstum von 25 Prozent, das dem Branchendurchschnitt gleichkomme, und einem Kursumsatzverhältnis von maximal 3 bis 5, ergebe sich für Ligand eine deutliche Überbewertung. Gewinnmitnahmen dürften auf mittelfristige Sicht sinnvoll sein, zumal Elan Pharmaceuticals, die mit Ligand eng verbunden seien und 20 Prozent Anteile an Ligand besitzen würden, ihre Anteile verkaufen wollten.

Das Rating der Analysten von "sunday-market" für Ligand lautet daher auf "verkaufen".



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