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Analysen - Ausland
11.06.2002
BBVA Downgrade
Nord LB

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Bei Kursstärke Aktien der BBVA Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (WKN 578773) verkaufen, so lautet die Empfehlung vom Researchteam der Norddeutschen Landesbank.

Im ersten Quartal 2002 habe die BBVA den Gewinn nach Steuern und Minderheits-Anteilen um 6% auf 587 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahresquartal verbessert. Die EK-Rendite sei von 19,9% auf 18,1% gesunken. Die BBVA habe das Betriebs-Ergebnis bei annähernd stabilem Konsolidierungskreis kräftig um 30,1% steigern können. Es erreiche damit einen Wert von 1.372 Mio. Euro. Die dynamische Entwicklung des Betriebsergebnisses sei auf den guten Anstieg der Bruttoerträge sowie die restriktive Entwicklung der Verwaltungskosten zurückzuführen.

Die Bruttoerträge seien um 13,2% auf 3.099 Mio. Euro angestiegen, während die Verwaltungskosten nur um 1,4% auf 1.483 Mio. Euro zugelegt haben. Die Kostenquote habe bei sehr guten 47,9% im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres gelegen. Negativ auf das Geschäftsergebnis habe sich allerdings der fast 60%ige Rückgang der Beteiligungserträge ausgewirkt, die im ersten Quartal 2001 noch in besonderem Maße durch große Beteiligungsverkäufe angefallen waren. Auch die um mehr als 20% gestiegene Bildung von Kreditrückstellungen sei negativ ins Gewicht gefallen.

Die BBVA und Terra Lycos strukturieren ihre Internet-Direktbank Uno-e um. Zu diesem Zweck werden die Aktivitäten der Uno-e Bank mit der Konsumenten-Finanzierungssparte der BBVA-Tochtergesellschaft Finanzia zusammengelegt. Die neue Uno-e Bank verfüge dadurch über eine Bilanzsumme von 1,4 Mrd. Euro und 2,2 Millionen Kunden. Angesichts einer homogeneren Bilanzstruktur mit höherem Ertragsniveau und günstigerem Kundenakquirierungspotenzial hoffe man, die Gewinnschwelle im ersten Halbjahr 2003 erreichen zu können.

Das Researchteam der Norddeutschen Landesbank rechne für das laufende Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 13,8 Milliarden Euro sowie einen Jahresüberschuss (JÜ) von 2,7 Milliarden Euro. Nächstes Jahr sollen die Erlöse auf 15 Milliarden Euro steigen und der Jahresüberschuss bei 3,2 Milliarden Euro liegen.

Im ersten Quartal 2002 habe die BBVA im Hinblick auf die schwierige Lage in Argentinien und die generelle Unsicherheit in Lateinamerika ein ordentliches Ergebnis erzielt. Aufgrund des kompetenten Managements habe man die negativen Auswirkungen der Krisenfälle minimieren können.

Angesichts des anhaltend ungünstigen Marktumfelds für die BBVA erwarte das Researchteam der Norddeutschen Landesbank eine unterdurchschnittliche Geschäftsentwicklung in 2002 und senke daher das Rating von "halten" auf "reduzieren".



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