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Analysen - Ausland
01.09.2010
Vivendi H1-Ergebnisse mit positiven Überraschungen
National-Bank AG

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Essen (aktiencheck.de AG) - Die Analystin der National-Bank AG, Andrea Großmann, stuft die Aktie von Vivendi (ISIN FR0000127771/ WKN 591068) unverändert mit "kaufen" ein.

Der französische Medienkonzern habe mit dem publizierten Halbjahresbericht vor allem im Hinblick auf das operative Ergebnis (EBITA) positiv überraschen können. Während sich die Umsätze dank Zuwächsen von 6,1% (währungsbereinigt: 4,8%) mit 13,98 Mrd. EUR leicht oberhalb der Markterwartungen (13,83 Mrd. EUR) bewegt hätten, sei das EBITA überproportional um 11,9% (10,8%) auf 3,24 Mrd. EUR gestiegen und habe damit den Konsens von 3,01 Mrd. EUR spürbar übertroffen. Vivendi habe mit Ausnahme des Musikbereichs von Erlöszuwächsen in allen Sparten profitiert.

Als wichtigste Wachstumstreiber und Ergebnisstützen hätten sich die zuletzt getätigte Übernahme von GVT sowie die strategischen Zukäufe bei Activision Blizzard (ISIN US00507V1098/ WKN A0Q4K4) und SFR erwiesen. Der Gewinn nach Minderheiten habe mit einem Plus von 6,6% (auf 1,27 Mrd. EUR) bedingt durch eine höhere Steuerquote eine geringere Dynamik als das EBITA aufgewiesen, was u.a. auf die Ausschöpfung der steuerlich anrechenbaren Verlustvorträge des von dem Telekom arm SFR übernommenen Internet Anbieters Neuf Cegetel zurückzuführen sei.

Der französische Medienriese habe mit den vorgelegten Ergebnissen insgesamt positiv überraschen können. Der Halbjahresbericht unterstreiche die Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells, die auf den hohen Erlösanteil wiederkehrender Einnahmen (ca. 70%) und die geringe Abhängigkeit vom konjunktursensiblen Werbegeschäft zurückzuführen sei. In Anbetracht dessen würden die Analysten Vivendi nach wie vor zu den defensivsten Titeln im Mediensektor zählen. Auf Basis der Konsensschätzungen für 2010 und 2011 weise die Aktie im Vergleich zur Peergroup im Hinblick auf KGV, Kurs/Umsatz- und Kurs/EBITDA-Verhältnis sowie EV/Umsatz- und EV/EBITDA-Multiplikatoren eine moderate Bewertung auf.

Vor diesem Hintergrund sowie angesichts der attraktiven Dividendenrendite sehen die Analysten der National-Bank AG keine Veranlassung, das "kaufen"-Rating für die Vivendi-Aktie oder das Kursziel von 22 EUR zu überdenken. Das offenbar deutlich gesunkene Schadenersatzrisiko im Zusammenhang mit der in den USA anhängigen Sammelklage sollte das Augenmerk der Investoren nach Erachten der Analysten verstärkt auf die soliden Fundamentaldaten lenken. (Analyse vom 01.09.2010) (01.09.2010/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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