Logo
Analysen - Ausland
20.06.2002
Gillette neutral
Merrill Lynch

www.optionsscheinecheck.de

Die Börsenexperten von Merrill Lynch bewerten die Aktie von Gillette (WKN 853194), einem US-amerikanischen Hersteller von Rasier- und Kosmetikbedarf, unverändert mit "neutral".

Zu Beginn der laufenden Woche sei Gillette von einer Jury des US-amerikanischen Bundesgerichtes zu einer Schadensersatzzahlung von 10 Mio. USD wegen Patentrechtsverletzung an Syndia verurteilt worden. Syndia sei der Entwickler eines bestimmten Verfahrens zur Beschichtung von Rasierklingen, das Gillette bei der Herstellung einiger seiner Produkte widerrechtlich verwendet hätte. Gillette halte entgegen dem Geschworenenurteil auch weiter an seiner Behauptung fest, die Patentrechte von Syndia nicht verletzt zu haben und hoffe nun, dass ein richterliches Urteil das der Jury aussetzen werde. Sollte dieser Versuch fehlschlagen, so werde sich Gillette in nächster Instanz zur Berufung an den Federal Circuit Court wenden.

Gillette habe sich entschlossen, sich nicht außergerichtlich mit Syndia zu einigen und werde im Falle von Patentrechtsstreitigkeiten wohl auch in Zukunft bei dieser rigiden Haltung bleiben, um sich nicht zum Ziel für eine ganze Welle von Patentrechtsklagen zu machen. Derzeit denke das Unternehmen darüber nach, ob die Bildung einer Rückstellung für Prozeßkosten in Höhe von 10 Mio. USD sinnvoll sei. Sollte es zu einer solchen Rückstellung kommen, dann werde das EPS des Geschäftsjahres 2002 damit um mehr als 0,01 USD belastet. Derzeit würden die Analysten für die Geschäftsjahre 2002 und 2003 mit einem EPS von 1,11 bzw. 1,25 USD rechnen.

Im Hinblick auf diese Entwicklung sehen die Investmentbanker von Merrill Lynch keinen Anlaß, von ihrem mittelfristig neutralen Rating für die Gillette Aktie abzugehen. Langfristig raten sie auch weiterhin zum Kauf des Wertpapiers.


© 1998 - 2026, optionsscheinecheck.de