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Analysen - Marktberichte
16.08.2010
Schweizer Aktienmarkt stimmt zuversichtlich
Liechtensteinische LB

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Vaduz (aktiencheck.de AG) - Die Konjunkturforschungsstelle prognostizierte in ihrer aktuellsten Umfrage ein deutliches Wirtschaftswachstum und einen Beschäftigungsanstieg in der Schweiz, so die Analysten der Liechtensteinischen Landesbank.

Durch schlechte Daten aus Übersee sei die Börsenerholung allerdings abermals abrupt beendet worden.

Bisher strahle die laufende Berichtsaison viel Zuversicht aus. Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé (ISIN CH0038863350/ WKN A0Q4DC) habe einmal mehr überrascht und seine Gewinnmarge klar in allen Unternehmensteilen gesteigert. Auch die beiden Pharmakonzerne Novartis (ISIN CH0012005267/ WKN 904278) und Roche (ISIN CH0012032113/ WKN 851311) hätten erfreuliche Zahlen präsentiert und ihre Gesamtjahresprognosen erhöht. Die Marktreaktion auf die Quartalszahlen sei äußerst gering ausgefallen. Die Valoren von Roche seien im Vorfeld kräftig unter Druck gekommen. Ihrem Hauptumsatzträger Avastin drohe der Entzug einer US-Zulassung zur Behandlung von Brustkrebs.

Bei differenzierter Betrachtung des Finanzsektors würden Unterschiede in der Performance zwischen Banken, Versicherungen und Finanzdienstleistern auffallen. Zwar hätten Letztere die Erwartungen nicht erreicht, würden aber eine sichtlich höhere Kontinuität bei den Unternehmenszahlen aufweisen (Swissquote (ISIN CH0010675863/ WKN 938312), Partners Group (ISIN CH0024608827/ WKN A0JJY6)).

Die Bankenbranche sei besonders stark beflügelt worden von dem überraschend hohen Gewinn der UBS (ISIN CH0024899483/ WKN UB0BL6), die klar höhere Erträge im Investment Banking erwirtschaftet habe. Auch die auf Private Banking spezialisierten Julius Bär (ISIN CH0029758650/ WKN A0MQFZ) sowie Vontobel (ISIN CH0012335540/ WKN 675054) hätten mit hohen Nettoneugeldzuflüssen und Bruttomargen überzeugt. Durch übermäßige Wertberichtigungen auf Hedge Funds-Firmen sei einzig EFG (ISIN CH0022268228/ WKN A0F6VT) auf die (finanziell) schiefe Bahn geraten. Das Unternehmen fokussiere sich in Zukunft aber wieder auf das Private Banking-Geschäft.

Bei den Versicherungen hätten Swiss Re (ISIN CH0012332372/ WKN 852246) und Zurich Financial Services (ISIN CH0011075394/ WKN 579919) trotz beachtlicher Schadenlast aus Naturkatastrophen ein solides Wachstum demonstriert. Im Lebengeschäft kämpfe Zurich Financial Services hingegen mit sinkenden Erträgen. (Ausgabe August/September 2010) (16.08.2010/ac/a/m)


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