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Analysen - Ausland
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29.07.2010
Johnson & Johnson Rückrufe, Schließungen, Ausblick weiter gesenkt
Raiffeisen Centrobank
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Wien (aktiencheck.de AG) - Connie Schümann und Christine Nowak, Analystinnen der Raiffeisen Centrobank, stufen die Aktie von Johnson & Johnson (ISIN US4781601046/ WKN 853260) weiterhin mit dem Rating "halten" ein.
Johnson & Johnson werde das Unternehmen Micrus Endovascular (Schlaganfallspezialist) übernehmen, wodurch der Konzern die Nummer zwei in diesem Markt werde.
Der Umsatz in Höhe von USD 15,3 Mrd. bedeute zwar im Jahresvergleich ein Plus von 0,6%, doch die Analystenschätzungen in Höhe von USD 15,6 Mrd. hätten nicht erreicht werden können. Während die Umsätze außerhalb der USA hätten gesteigert werden können, habe das Unternehmen in den USA in zwei von seinen drei Geschäftsbereichen Umsatzrückgänge hinnehmen müssen (Konsumgüter -14,3%, Pharma -2%).
Die Sparte Konsumgüter habe vor allem unter etlichen Produktrückrufaktionen, u. a. des Produktes Tylenol (Schmerzmittel), und unter der Schließung der Produktionsstätte Fort Washington in Pennsylvania gelitten. Es sei der einzige Geschäftsbereich, der im zweiten Quartal sowohl international wie auch national kein Wachstum habe verzeichnen können.
Während im zweiten Quartal der Gewinn je Aktie mit USD 1,21 (exklusive Sondergewinne) die Analystenschätzungen genau getroffen habe, sei der Ausblick erneut heruntergesetzt worden. Es werde nunmehr für 2010 ein Gewinn pro Aktie in einer Spanne von USD 4,65 bis 4,75 in Aussicht gestellt.
Nachdem im ersten Quartal die amerikanische Gesundheitsreform das dominierende Thema gewesen sei, seien es im zweiten Quartal die europäischen Sparprogramme. Dazu ein schwächerer Euro, Produktrückrufaktionen, sowie die Schließung der Produktionsstätte Fort Washington und eine mögliche weitere Produktionsstättenschließung hätten Johnson & Johnson ein wenig den Wind aus den Segeln genommen.
Nur die weiterhin viel versprechende Pipeline gebe, trotz der erwarteten zusätzlichen Kosten (erwartete finanzielle Auswirkungen für 2010: Preisdruck in Europa = USD 200 Mio., Produktrückrufaktionen = USD 600 Mio.) und den bevorstehenden Patentausläufen, weiterhin Hoffnung.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank belassen ihre "halten"-Einschätzung für die Johnson & Johnson-Aktie weiterhin aufrecht. (Analyse vom 29.07.2010) (29.07.2010/ac/a/a) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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