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Analysen - Nebenwerte
16.07.2010
GESCO breites Portfolio federt Abschwung ab
Bankhaus Lampe

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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Gordon Schönell, bewertet die Aktie von GESCO (ISIN DE0005875900/ WKN 587590) weiterhin mit dem Rating "halten".

In dieser Woche seien die Analysten bei der GESCO AG gewesen, um die aktuelle Situation zu diskutieren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr der GESCO AG (31.03.), welches den Zeitraum Januar bis Dezember der Portfoliounternehmen umfasse, sei der Umsatz um 26,6% auf 278 Mio. EUR und das EBIT um 57,7% auf 16,5 Mio. EUR zurückgegangen. Damit sei die Gesellschaft trotz der zyklischen Märkte, in denen sie tätig sei, insgesamt verhältnismäßig gut durch die Krise gekommen.

Das größte Unternehmen im Portfolio, Dörrenberg Edelstahl (Umsatzanteil 2009: 34%), habe getrieben durch ein geringeres Volumen und sinkende Rohstoffkostenpreise einen Umsatzrückgang von 75 Mio. EUR (-44,5%) hinnehmen müssen, sollte nach Erachten der Analysten aber nicht in die roten Zahlen gerutscht sein. Dies entspreche 75% des Umsatzrückgangs im Konzern. Ebenfalls starke Rückgänge hätten sich beim allerdings deutlich kleineren Fahrzeugbauer Ackermann eingestellt (-55,4%). Einzelne Unternehmen wie SVT (Be- und Entladevorrichtungen von Schiffen, Tank- und Kesselwagen mit flüssigen und gasförmigen Stoffen) und MAE Maschinen- und Apparatebau hätten die Umsätze noch steigern können (+9,6% beziehungsweise +5,6%).

Für das laufende Geschäftsjahr gebe es wie in der Vergangenheit eine Spanne. Diese liege beim Umsatz zwischen 290 und 320 Mio. EUR (BHLe: 305 Mio. EUR) und beim Jahresüberschuss zwischen 9 und 11 Mio. EUR (BHLe: 10,3 Mio. EUR). Im ersten Quartal sei der Auftragseingang um 43% auf 87,8 Mio. EUR gestiegen, der Umsatz um 4,4% auf 76,8 Mio. EUR (Book-to-Bill-Ratio: 1,14). Die Durchlaufzeiten in der gesamten Gruppe seien sehr unterschiedlich, dürften aber im Schnitt bei etwa sechs Monaten liegen. Hohe Untersicherheiten sehe die Gesellschaft noch für das zweite Halbjahr. Da die wirtschaftliche Erholung aber stärker ausfalle als noch bei der letzten Analystenstudie aus dem Februar unterstellt, habe man die Zahlen nach oben angepasst.

Bei der GESCO AG handle es sich um ein Unternehmen mit einer hohen Substanz und geringem Risikoprofil, geprägt durch einem Managementansatz, der auf eine stetige und nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet sei. Die Bilanz enthalte nur einen geringen Anteil Goodwill und die Beteilungswerte in der AG dürften nach Erachten der Analysten unter den aktuellen Marktwerten liegen, wobei sich eine genauere Bewertung aber als sehr schwierig erweise. Das konservative Geschäftsmodell habe in der Krise für einen verhältnismäßig stabilen Aktienkurs gesorgt. Allerdings würden die Analysten nicht glauben, dass die Aktie in einem Bullenmarkt den Markt outperformen werde, eher in einem Bärenmarkt.

Die Anlageempfehlung der Analysten vom Bankhaus Lampe lautet deshalb unverändert "halten", wobei sich aber ihr Kursziel durch die Erhöhung ihrer Schätzungen und gestiegener Bewertungsmultiples von 40 EUR auf 44 EUR erhöht. (Analyse vom 16.07.2010) (16.07.2010/ac/a/nw)



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