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Analysen - TecDAX
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14.07.2010
Roth & Rau hat volle Auftragsbücher
TradeCentre.de
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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Nach Meinung der Experten von "TradeCentre.de" bieten sich bei der Roth & Rau-Aktie (ISIN DE000A0JCZ51/ WKN A0JCZ5) auf aktuellem Kursniveau wieder Käufe an.
Im Jahr des 20-jährigen Firmenjubiläums könne sich der Solarzulieferer über einen strammen Auftragseingang freuen. Jüngst habe das in Hohenstein-Ernstthal ansässige Unternehmen einen Großauftrag in Höhe von 92 Mio. Euro über die Lieferung einer Produktionslinie für die Waferfertigung von einem indischen Solarunternehmen erhalten. Die Laufzeit betrage für diese Order 13 Monate und werde im Jahr 2011 umsatzwirksam.
Wie den Experten Finanzvorstand Carsten Bovenschen im Hintergrundgespräch erläutere, habe der Auftragseingang in der ersten Jahreshälfte bei rund einer Viertel Milliarde Euro gelegen. Allein im zweiten Quartal seien Aufträge im Volumen von fast 200 Mio. Euro gebucht worden. Darin enthalten seien circa 50 Mio. Euro durch die Erstkonsolidierung der zugekauften OTB. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres habe der Auftragseingang lediglich 55,9 Mio. Euro betragen.
Nach Angaben des Finanzchefs spüre Roth & Rau eine anhaltend große Nachfrage insbesondere aus Asien. "Die gute Auftragslage wird sich im zweiten Halbjahr und aus heutiger Sicht auch im ersten Quartal 2011 weiter fortsetzen", so Bovenschen. Insgesamt befinde sich die Gesellschaft in Auftragsgesprächen für Turnkey-Projekte bis zum einem Volumen von bis zu einer halben Milliarde Euro, ergänze der diplomierte Kaufmann.
In der Zeit von Januar bis März habe der Umsatz bei 35,3 Mio. Euro gelegen. Operativ habe ein Verlust von 0,8 Mio. Euro ausgewiesen werden müssen. Das zweite Quartal sei indes deutlich besser verlaufen. Die Experten würden mit der Rückkehr in die schwarzen Zahlen rechnen. Für das erste Halbjahr würden sie einen Umsatz von mehr als 110 Mio. Euro bei einer EBIT-Marge von circa vier bis fünf Prozent erwarten. "Wir liegen innerhalb unserer Planung und stehen zu unserer Prognose für das Jahr 2010", sage Bovenschen.
Roth & Rau erwarte Einnahmen von 285 Mio. Euro. Die EBIT-Marge solle sich auf circa neun Prozent belaufen. Aus der Übernahme von OTB würden durch die Teilkonsolidierung Umsätze von circa 50 Mio. Euro resultieren. Insgesamt werde der Zukauf in 2010 bis zu 60 Mio. Euro umsetzen. "OTB entwickelt sich sehr erfreulich. Der Break-Even liegt bei einem Umsatz von circa 55 Mio. Euro. Vermutlich wird der Ergebnisbeitrag schon in diesem Jahr positiv sein. Das haben wir zunächst erst für das kommende Jahr erwartet".
Im Zuge der bisher übernommenen Firmen müsse das Unternehmen vier bis fünf Mio. Euro jährlich an Kaufpreisallokationen abschreiben. Sie seien nicht cashwirksam, aber würden das EBIT schmälern. Bereinigt um diesen Effekt wäre die EBIT-Marge bereits zweistellig. Mittelfristig sei es Ziel, mit operativen Margen von bis zu 14 Prozent zu wirtschaften. Das Finanzergebnis sei in 2010 leicht positiv. Die Steuerquote betrage circa 28 Prozent. Der operative Cashflow werde in diesem Jahr allerdings nicht positiv ausfallen. Das hohe Wachstum erhöhe das Working Capital und wirke sich negativ in der Kapitalflussrechnung aus.
Für das Jahr 2011 zeige sich Bovenschen schon heute optimistisch. "Die Visibilität ist zwar noch gering, aber wir werden in das Jahr mit einem sehr komfortablen Auftragsbestand beginnen". Zudem dürfte der US-Markt in 2011 eine Rolle spielen. "Der amerikanische Markt wird für uns ab dem kommenden Jahr bedeutend sein". Weiteres Wachstum werde auch weiterhin über Zukäufe resultieren. "Wir haben drei bis vier Firmen auf dem Radarschirm und schauen uns derzeit verstärkt nach kleineren, technologischen Arrondierungen um", so der CFO.
Die Sachsen würden an der Börse derzeit mit 380 Mio. Euro kapitalisiert.
Angesichts des wieder aufgenommenen Wachstumskurses und der starken Ordereingänge bieten sich auf aktuellem Kursniveau wieder Käufe in dem Roth & Rau-Papier an, so die Experten von "TradeCentre.de". Den Tiefpunkt aus der Krise habe Roth & Rau längst hinter sich gelassen. (Analyse vom 14.07.2010) (14.07.2010/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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