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Analysen - Marktberichte
13.07.2010
Bundesanleihen deutlich zugelegt
Helaba

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Trotz überraschend guter Quartalszahlen des Aluminiumkonzerns Alcoa (ISIN US0138171014/ WKN 850206) kamen die Aktienbörsen weltweit nicht richtig vom Fleck, so die Analysten der Helaba.

Die Anleger würden auf die Ergebnisse der US-Großbanken J.P. Morgan (ISIN US46625H1005/ WKN 850628), Bank of America (ISIN US0605051046/ WKN 858388) und Citigroup (ISIN US1729671016/ WKN 871904) warten, die noch in dieser Woche veröffentlicht würden. Sorgen um eine sinkende Rohstoffnachfrage Chinas und die Ankündigung der Bankenaufsicht Chinas, man wolle die Spekulation am Immobilienmarkt eindämmen, hätten die Börsen in Fernost belastet. An den europäischen Bondmärkten stehe dagegen die Veröffentlichung der Stresstest europäischer Banken am kommenden Montag im Mittelpunkt des Interesses.

Zum Wochenauftakt sei einmal mehr Sicherheit Trumpf gewesen. Bundesanleihen hätten begleitet von nur mäßigen Umsätzen deutlich zugelegt, wobei besonders kurze und mittlere Fälligkeiten gesucht gewesen seien. Eine große unlimitierte Kauforder über 13.000 Bund-Kontrakte habe am Morgen in einem dünnen Markt für einen großen Schub gesorgt, ein Rückschlag sei danach jedoch ausgeblieben.

Der Bund-Kontrakt (128,23) habe 39 Stellen fester geschlossen, Bobl (120,60) und Schatz (109,38) seien 31 bzw. 16 Ticks höher aus dem Markt gegangen. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe sei auf 2,60% gefallen, der Renditeabstand zwischen 2- und 10-jährigen Bundesanleihe habe sich auf 189 BP ausgeweitet. 10-jährige US-Treasuries würden 1,5 BP niedriger bei 3,045% rentieren, der JGB-Future (141,38) lege 7 Ticks zu. Der Euro pendle um 1,26 US-Dollar, der Preis für das Barrel Öl falle auf 74,8 US-Dollar.

In der Eurozone stehe mit den ZEW-Konjunkturerwartungen die wichtigste Veröffentlichung der Woche heute auf der Agenda. Während die Analysten beim Ausblick (25,3 nach 28,7) mit einem deutlichen Rückgang rechnen würden, werde die aktuelle Lage (-1,2 nach -7,9) nochmals besser beurteilt. Französische (0%/1,8%) und britische Verbraucherpreise (0%/3,1%) sowie deutsche Großhandelspreise (0,2%/5,5%) würden hierzulande den Datenkranz abrunden.

In den Vereinigten Staaten richte sich das Augenmerk auf das Handelsbilanzdefizit (-39 Mrd. USD), Einzelhandelsumsätze, Erzeuger- und Verbraucherpreise sowie die Stimmungsindikatoren in den kommenden Tagen seien jedoch von größerer Bedeutung.

Am Primärmarkt versteigere das amerikanische Schatzamt heute 10-jährige T-Notes im Volumen von 21 Mrd. USD. In der Eurozone würden die Niederlande 2 bis 3 Mrd. Euro DSL mit 10-jähriger Laufzeit begeben. Am Mittwoch würden die Finanzagentur des Bundes mit der Aufstockung der 5-jährigen Bundesobligation um 5 Mrd. Euro und Italien mit BTP-Versteigerungen im Volumen von 4 bis 6 Mrd. Euro folgen. Spanien und Frankreich seien dann am Donnerstag mit 1,5 bis 3 Mrd. 15-jährigen bzw. 7 bis 9 Mrd. Euro BTANs und OAT-Linkern an der Reihe. (13.07.2010/ac/a/m)


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