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Analysen - Nebenwerte
05.07.2010
GWB Immobilien attraktives Geschäftsmodell
SRH AlsterResearch

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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von SRH AlsterResearch, Carsten Mainitz, stuft die GWB Immobilien-Aktie (ISIN DE000A0JKHG0/ WKN A0JKHG) mit "kaufen" ein.

GWB sei es erfolgreich gelungen, die erforderlichen Mittel für die anstehenden Objekt-Investitionen zu generieren und bedeutende Partnerschaften einzugehen. Diesbezüglich habe die Gesellschaft ihre Aktionäre auf der Hauptversammlung (1. Juli) und per Unternehmensnachricht vom 5. Juli informiert.

Der Immobilieninvestor Caposition S.à.r.l stelle GWB im Rahmen eines umfangreichen Joint-Venture-Vertrags einen bedeutenden Betrag über Projektbeteiligungen zur Verfügung. Das Mezzanine Kapital diene der Umsetzung aktueller Entwicklungsprojekte und Revitalisierungen von Bestandsimmobilien. Nach Aussage von GWB sei damit das erforderliche Eigenkapital für die Finanzierung der Shopping Center Speyer und Völklingen gesichert. Die Anteilseigner der Caposition S.à.r.l seien der Composition Capital Europe Fund II BV und der Captiva Capital Partners Pte.

Zudem gehe GWB eine Partnerschaft mit Projekton Immobilien ein. Diese könnte den Aussagen des Vorstandsvorsitzenden zufolge nach einem erfolgreichen Verlauf auch in einem Zusammengehen der beiden Unternehmen münden. Vor diesem Hintergrund habe sich GWB neues Genehmigtes Kapital von 3,6 Mio. EUR bewilligen lassen. Das Geschäftsmodell des Immobilien-Projektentwicklers Projekton, der in den Bereichen Gewerbe- und Wohnimmobilien tätig sei, ergänze sich gut mit GWB. Zudem biete die Kooperation mittelfristig Synergiepotenziale. Projekton halte momentan 4,5% an GWB.

Die neuen Partnerschaften würden das Vertrauen gegenüber GWB und die Attraktivität des Geschäftsmodells bestätigen. Durch die Gewinnung wichtiger finanzieller Mittel hätten sich die spezifischen Risikofaktoren der GWB deutlich reduziert, da Zeitdruck für Objektverkäufe genommen werde. Aus diesem Grund halte man eine geringere Risikoprämie des Titels für angemessen. Den Discount zum NAV (per Xetra-Schlusskurs vom 02.07.2010) von 63% erachte man als übertrieben hoch. In ihren Ergebnisprognosen würden die Analysten für 2010 weiterhin von einem leichten Verlust ausgehen. Die Veräußerung der Objekte Speyer und Bremerhaven sei Grundlage ihrer EPS-Schätzung für 2011, die mit 0,79 EUR sehr hoch ausfalle (ohne Berücksichtigung einer etwaigen Kapitalerhöhung).

Die Einschätzung der Analysten von SRH AlsterResearch für die GWB-Aktie lautet "kaufen". Man erhöhe das Kursziel basierend auf einer besseren Unternehmensperspektive von 2,40 EUR auf 2,75 EUR. (Analyse vom 05.07.2010) (05.07.2010/ac/a/nw)



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