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Analysen - Ausland
25.06.2010
CA Immobilien akkumulieren
Erste Bank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Gernot Jany, Analyst der Erste Bank, stuft die CA Immobilien-Aktie (ISIN AT0000641352/ WKN 876520) unverändert mit dem Rating "akkumulieren" ein.

Die CA Immobilien (CAI) habe sich mit der Volksbanken Gruppe (ÖVAG) über den Erwerb von 100% der Anteile an der Europolis geeinigt. Europolis besitze ein Immobilienportfolio mit einem aktuellen Wert von insgesamt EUR 1,5 Mrd. mit Fokus auf die CEE Region (davon rund 70% in Polen, Tschechien und Ungarn). Die Vereinbarung zwischen ÖVAG und der CA Immobilien sehe einen Kaufpreis von EUR 272 Mio. (welcher noch üblichen Anpassungen, welche sich aus der Bilanz zum 31.12.2010 ergeben könnten, unterliege) sowie ein umfangreiches Finanzierungspaket vor. 50% des Kaufpreises würden zum Closing der Transaktion (welches für Januar 2011 geplant sei) fällig, die zweite Hälfte des Kaufpreises werde über eine Laufzeit von fünf Jahren ab Closing gestundet.

Weiters habe sich ÖVAG bereit erklärt, die bestehenden Immobilien Finanzierungen (40% der gesamten Finanzverbindlichkeiten) auf fünf Jahre nach Closing zu verlängern. Weiters verbleibe ein nachrangiger Kredit in Höhe von rund EUR 75 Mio. mit einer Laufzeit von ebenfalls fünf Jahren in der Europolis. Ohne Anrechnung der Barwerteffekte aus der Kaufpreisstundung und den weiteren Finanzierungsarrangements entspreche der Kaufpreis einem Multiple von rund 0,9x NAV09, inklusive dieses Barwerteffektes liege er bei rund 0,75x NAV09. Vor dem Closing werde das derzeit noch in der Europolis befindliche Kreditportfolio und die damit zusammenhängenden Refinanzierungen an den Verkäufer abgetreten sowie die Banklizenz zurückgelegt.

Durch die Akquisition erhöhe sich das Immobilienvermögen der CA Immobilien von derzeit rund EUR 3,6 Mrd. auf rund EUR 5,0 Mrd. Weiters komme es zu Verschiebungen der relativen Segmentgewichtungen hin zum CEE-Segment (von aktuell rund 19% auf knapp über 40%) und zu Bestandsimmobilien (von aktuell rund 70% auf rd. 80%). Die annualisierten Mieterträge der Europolis würden aktuell rund EUR 100 Mio. (Mietrendite von 7,2%) betragen, wobei für 2011 insbesondere aufgrund von steigenden Auslastungsraten (aktuell Leerstandsrate von 18%) von erst kürzlich fertig gestellten Immobilien um rund 5 bis 10% höhere Mieterlöse zu erwarten seien.

Aufgrund der Konsolidierung sei mit einem Rückgang der Eigenkapitalquote der CA Immobilien von derzeit rund 39% auf knapp 31% zu rechnen. Es sei das erklärte Ziel der CA Immobilien, innerhalb der kommenden 18 bis 24 Monate durch weitere Verkäufe laut Präsentation zum 1. Quartal rund EUR 200 bis 250 Mio. sowohl in Deutschland als auch in CEE Kapital freizusetzen, welches gezielt zur Schuldenreduktion und damit zur Erhöhung der Eigenkapitalquote eingesetzt werden solle. Aufgrund des geplanten Closings der Transaktion im Januar 2011 werde sich die Akquisition erstmals im Zwischenabschluss zum 31.03.2011 bilanziell niederschlagen.

Augrund der bisherigen Sichtung der Unterlagen stufen die Analysten der Erste Bank die Transaktion grundsätzlich positiv ein und bleiben bei ihrer "akkumulieren"-Empfehlung für die CA Immobilien-Aktie. Der Ankauf der Europolis unter ihrem NAV (10% bzw. 25% inkl. Barwerteffekt der Kaufpreisstundung) wirke sich bei der CA Immobilien NAV erhöhend aus und könne auch als Sicherheitspuffer gesehen werden. Positive Wirkung würden die Analysten auch auf das Ergebnis der CA Immobilien erwarten, welches in den letzen Quartalen durch hohe Zinskosten auf die unproduktive Cashposition von rund EUR 500 Mio. belastet gewesen sei. Negativ anzumerken sei das Absinken der Eigenkapitalquote auf 31% von aktuell 39%. Diesem Trend solle jedoch durch Verkäufe von Immobilen mit einem Gesamtvolumen von rund EUR 200 bis 250 Mio. entgegengewirkt werden. Das Kursziel sehe man bei 11,20 EUR. (Analyse vom 25.06.2010) (25.06.2010/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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