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Analysen - Ausland
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16.06.2010
Rieter "hold"
Vontobel Research
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www.optionsscheinecheck.de
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Zürich (aktiencheck.de AG) - Fabian Haecki, Analyst von Vontobel Research, stuft die Aktie von Rieter (ISIN CH0003671440/ WKN 869929) in der aktuellen Ausgabe von "Vontobel Morning Focus" mit "hold" ein.
Rieter habe einen Vertrag über den Verkauf von Idea Institute S.p.A. an die Quantum Kapital AG in St. Gallen unterzeichnet. Idea Institute sei ein italienisches Unternehmen, das auf Design, Modellentwicklung und Konstruktion von Fahrzeugen spezialisiert sei und 155 Beschäftigte habe. Die Parteien hätten vereinbart, den Kaufpreis nicht bekannt zu geben. Die Transaktion solle in den nächsten Wochen abgeschlossen werden.
Rieter habe Idea 2000 übernommen. Mittlerweile hätten jedoch die Erstausrüster (OEMs) Design-Aktivitäten zunehmend wieder eingegliedert und damit unabhängige Design-Unternehmen an den Rand gedrängt. Auch seien die Synergien mit Rieter Automotive gering und die konzerninternen Umsätze von untergeordneter Bedeutung gewesen. Man betrachte daher diesen Verkauf als vernünftigen Schritt für Rieter Automotive, das sich damit auf sein Kerngeschäft akustische Systeme und Wärmemanagement in Fahrzeugen konzentrieren könne.
Man gehe davon aus, das Idea nicht rentabel sei und die Umsätze im unteren zweistelligen Bereich lägen (VontE: CHF 10 bis 20 Mio.). Somit dürften die finanziellen Auswirkungen für Rieter marginal sein.
Der Verkauf schärfe weiter das Profil von Rieter Automotive und dürfte zur Freisetzung von Managementkapazitäten beitragen. Hinzukomme, dass ein möglicher Verlustbereich verkauft werde, der vermutlich einen erhöhten Restrukturierungsaufwand erfordert hätte. Angesichts der geringen Größe des Unternehmens und dem wahrscheinlich niedrigen Verkaufspreis würden die Analysten ihre Schätzungen praktisch unverändert lassen.
Die Analysten von Vontobel Reseach bewerten die Rieter-Aktie mit dem "hold"-Rating, das Kursziel sehen sie bei CHF 320. (Analyse vom 16.06.2010) (16.06.2010/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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