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Analysen - Neuer Markt
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05.06.2002
Gericom übergewichten
BW Bank
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Michael Kramer, Analyst der BW Bank hält das Prädikat "übergewichten" für die Aktien von Gericom (WKN 565773) weiterhin aufrecht.
Infolge des starken Einbruchs im 1. Quartal 2002 senke Gericom die Planzahlen für das Gesamtjahr auf das Vorjahresniveau. Obwohl bereits im April und Mai mit 16,7% bzw. 19,8% wieder ein respektables Umsatzwachstum bei stabiler Marge erreicht worden sei, könnten die ursprünglichen Planzahlen nach dem schwachen ersten Quartal voraussichtlich nicht mehr erreicht werden Die positive Entwicklung im 2. Quartal bestätige bisher die Annahme der BW Bank-Analysten, dass der Einbruch im ersten Quartal Einmalcharakter habe.
Wie von Gericom mehrfach bekräftigt, sei dies im Wesentlichen auf die Nichteinhaltung von Lieferzusagen seitens Intel zurückzuführen gewesen. Geplant sei gewesen, bis zur Einführung des Mobile P4 Prozessors eine Übergangsvariante einzuführen. Dies sei jedoch von Intel kurzfristig wieder verworfen worden, so dass bis dahin geplante Umsätze nicht hätten realisiert werden können. Nachdem nun bereits im März die Auslieferung des regulären Mobile P4 gestartet sei und Gericom auch auf alternative Prozessoren von AMD und Transmeta zurückgreife, halten die Analysten einen erneuten Lieferausfall für eher unwahrscheinlich. Sie erwarten, dass der Trend des 2. Quartals sich auch in 2003 fortsetzen dürfte.
Aufgrund der starken Marktstellung und der innovativen Produkte halten die Analysten der BW Bank Gericom mit einem KGV von 6,6 bzw. 5,3 auf Basis der reduzierten Gewinnschätzungen für 2002 bzw. 2003 für attraktiv bewertet, das Votum lautet daher weiterhin "übergewichten".
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