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Analysen - Nebenwerte
17.05.2010
Jungheinrich VZ verkaufen
Hamburger Sparkasse

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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der Hamburger Sparkasse, Ingo Schmidt, stuft die Vorzugsaktie von Jungheinrich (ISIN DE0006219934/ WKN 621993) von "halten" auf "verkaufen" herab.

Die Hamburger Jungheinrich AG sei zurück auf dem Wachstumspfad und habe mit den vorgelegten Quartalszahlen die Markterwartungen übertroffen. Während sich die Erlöse im Vergleich zur Referenzperiode angesichts der schwachen Auftragseingänge im Vorjahr nochmals um 6,3% auf 387 Mio. EUR abgeschwächt hätten (Neugeschäft: -14%; Miet- und Gebrauchtgeschäft: -1%), sei auf der Ertragsseite die Rückkehr in die Gewinnzone gelungen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern sei von -2,8 Mio. EUR auf 12,0 Mio. EUR geklettert. Ursächlich für die deutliche Verbesserung seien umfangreiche Maßnahmen zur Anpassung der Personalkapazitäten und zur Ertragverbesserung.

Angesichts der weiter verbesserten Branchenperspektiven (das weltweite Marktvolumen dürfte getrieben von Asien in 2010 um 20% zulegen) strebe Jungheinrich nunmehr einen operativen Gewinn im unteren bis mittleren zweistelligen Millionenbereich an (vorher: unterer zweistelliger Millionenbereich). Umsatz und Aufragseingang würden weiterhin um 1,7 Mrd. EUR erwartet. Im ersten Quartal habe Jungheinrich die wertmäßigen Neubestellungen um 7% auf 433 Mio. EUR steigern können.

Die Jungheinrich AG profitiere derzeit von ihren frühzeitig eingeleiteten Sparmaßnahmen sowie der von niedrigem Niveau aus einsetzenden Erholung der Flurförderzeugvolumina. Der Markt habe diese Entwicklung mit einer Kursverdreifachung von den Tiefständen honoriert. Was die Investoren nach Einschätzung der Analysten ignorieren würden, sei, dass sich die Erholung weitgehend in Asien und Südamerika abspiele, wo Jungheinrich nach wie vor nur wenig präsent sei. Die Aussichten für den europäischen Markt dürften sich angesichts der geführten Verschuldungsdiskussion der Staaten eher eingetrübt haben.

Die Analysten der Hamburger Sparkasse erwarten, dass dieses Thema den Kurs eher kurz- als mittelfristig belasten könnte und stufen die Jungheinrich-Aktie daher von "halten" auf "verkaufen" zurück. (Analyse vom 17.05.2010) (17.05.2010/ac/a/nw)



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