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Analysen - Ausland
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30.05.2002
Philip Morris "overweight"
Morgan Stanley Dean Witter
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Investmentbanker von Morgan Stanley Dean Witter bewerten die Aktie des US-amerikanischen Tabak- und Lebensmittelkonzerns Philip Morris (WKN 851777) weiterhin mit "overweight".
Auf einer um Risiken bereinigten Basis würde der Tabaksektor nach Ansicht der Experten in den nächsten Monaten ein überdurchschnittliches Leistungsprofil zeigen. Neben dem Kerngeschäft Tabak verfüge der Philip Morris Konzern noch über Anteile an der Bierbrauerei Miller, die das Unternehmen jedoch in Kürze an South African Breweries zu verkaufen beabsichtige. Außerdem halte Philip Morris 83,9% der Anteile an dem international operierenden Lebensmittelkonzern Kraft. Diese Sparte trage auch weiterhin stark zum Wachstum auf den in- und ausländischen Märkten bei und generiere außerdem eine bedeutende Margenexpansion.
Die Resultate von Philip Morris seien in letzter Zeit solide gewesen und das EPS des 1. Fiskalquartals 2002 habe die Erwartungen der Börsenexperten übertroffen. Die Konzernleitung würde für das Finanzjahr 2002 von einem EPS Wachstum zwischen 9 und 11% auf 4,82 - 4,91 USD ausgehen. Die Prognose der Analysten liege bei 4,85 USD. Für das Finanzjahr 2003 werde eine Steigerung des EPS auf 5,50 USD erwartet. Langfristig würden die Wertpapierspezialisten von einer EPS Wachstumsrate von 12 - 13% ausgehen.
Aufgrund seiner signifikanten Vermögenswerte außerhalb des Tabaksektors verfüge Philip Morris über ein höheres Potential zur Restrukturierung und Verbesserung seiner im Aktienkurs widergespiegelten Bewertung als jeder andere global operierende Tabakkonzern. Dies habe das Unternehmen durch die Bekanntgabe des Verkaufes von Miller an South African Breweries erneut unterstrichen. Die Übernahme von Kraft im Juni 2001 könnte somit die erste in einer ganzen Reihe von wertsteigernden Maßnahmen gewesen sein. Es sei wahrscheinlich, dass Philip Morris seine Anteile an Kraft über kurz oder lang auch wieder abstoßen werde.
Die Erhöhung der Dividendenrendite im August 2001 habe das steigende Selbstbewußtsein von Philip Morris bezüglich seiner zu Grunde liegenden operativen Dynamik unterstrichen und außerdem demonstriert, dass der Konzern die verbleibenden juristischen Risiken aus Schadensersatzklagen gegen seine Tabak Operationen für kontrollierbar halte. Des weiteren verfüge der Konzern über ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm, dessen Volumen die Analysten im aktuellen Geschäftsjahr auf über 6 Mrd. USD schätzen würden.
Vor diesem Hintergrund lautet das Rating der Aktienexperten von Morgan Stanley Dean Witter für das Wertpapier von Philip Morris mit einem 12-Monats-Kursziel von 72 USD auch weiterhin "übergewichten". Unter den Lebensmittel- und Tabakwerten ist Philip Morris der erklärte Favorit der Investmentbanker und sie sehen die Aktie derzeit als bedeutend unterbewertet an.
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