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Analysen - Nebenwerte
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14.05.2010
Jungheinrich VZ kaufen
Bankhaus Lampe
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www.optionsscheinecheck.de
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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Gordon Schönell, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von Jungheinrich (ISIN DE0006219934/ WKN 621993, VZ) von "halten" auf "kaufen" hoch.
Die Jungheinrich AG sei sehr gut in das Jahr gestartet und habe vor allem auf der Ertragsseite positiv überraschen können. Aufgrund des guten Ergebnisses habe die Gesellschaft ihre Ertragsprognose erhöht. Das Management erwarte zwar unverändert einen Auftragseingang von 1,7 Mrd. EUR, was konservativ erscheine, äußere sich allerdings leicht optimistischer zum Umsatz und Ertrag. Der Umsatz solle nun bei über 1,7 Mrd. EUR liegen (vorher: bei 1,7 Mrd. EUR) und das EBIT im unteren bis mittleren zweistelligen Million-Bereich (vorher: unterer zweistelligen Millionen Bereich). Dies würden sie Analysten zum Anlass nehmen, ihr Modell zu überarbeiten.
In Europa, dem relevanten Markt von Jungheinrich sei das Marktwachstum mit +15% deutlich niedriger ausgefallen, als in den boomenden Märkten Asiens mit +86%. Dies wirke sich entsprechend auch auf den Auftragseingang bei Jungheinrich aus, der damit in der aktuellen Berichtssaison nicht herausstechen könne. Das Umsatzvolumen im ersten Quartal sei noch rückläufig gewesen, da das Neugeschäft durch ein noch relatives hohes Niveau im ersten Quartal 2009 um 14% rückläufig gewesen sei. Für das zweite Quartal würden sie Analysten aber wieder Umsatzniveau auf Vorjahresniveau erwarten.
Überraschen können habe Jungheinrich auf der Ertragsseite durch das strikte Kostensenkungsprogramm. Die Aufwandspositionen hätten sich durchweg deutlich verringert und würden so, trotz einer nur zögerlich zu erwartenden Markterholung, eine solide Basis für eine Rückkehr zu alten Ertragsniveaus bilden. Zu Beginn des zweiten Quartals zeige sich eine weitere Verbesserung des Auftragseingangs- und des Umsatzmix mit mehr Service und mehr Großfahrzeugen, was c.p. für weiter steigende Margen sorgen sollte.
Zu beachten seien aber die deutlich gesunkenen Abschreibungen im ersten Quartal von nur 34,4 Mio. EUR. Dies seien fast 10 Mio. EUR weniger als noch im vierten Quartal 2009. Da aber wieder mehr Fahrzeuge in die Mietflotte eingestellt würden, sollten diese wieder steigen und damit die Margen belasten. Die Analysten würden aber für die nächsten Quartale aufgrund eines höheren Umsatzvolumens und eines vorteilhafteren Umsatzmix von weiter leicht steigenden Margen ausgehen.
Die guten Zahlen hätten die Analysten zum Anlass genommen, ihr Modell zu überarbeiten. Sie würden ziehen dabei die historischen Multiples der Jahre 2002 bis 2007 von Jungheinrich als Bewertungsmaßstab heranziehen. Diese Jahre seien bei Jungheinrich durch ein kontinuierliches Wachstum gekennzeichnet. Würden die Analysten ihre Bewertung auf die Geschäftsjahre 2011 und 2012 abstellen, dann würden sie zu Kursen von 21,38 EUR bzw. 25,25 EUR gelangen. Ihr neues Kursziel von 23 EUR (alt: 11 EUR) ergebe sich aus dem Mittelwert beider Kurse.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe stufen die Jungheinrich-Vorzugsaktie von "halten" auf "kaufen" hoch. (Analyse vom 14.05.2010) (14.05.2010/ac/a/nw)
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