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Analysen - TecDAX
11.05.2010
freenet kaufen
SES Research/ Warburg Gruppe

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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von SES Research, Jochen Reichert, stuft die Aktie von freenet (ISIN DE000A0Z2ZZ5/ WKN A0Z2ZZ) unverändert mit dem Rating "kaufen" ein.

Die berichteten Q1-Zahlen hätten leicht unter den Erwartungen gelegen. Der Cash Flow bleibe stark und untermauere das Potenzial der attraktiven Free Cash Flow Generierung des MSP Geschäfts.

Der Umsatz in Q1 2010 habe sich um 10% auf EUR 806 Mio. verringert und damit leicht unter der Erwartung von EUR 823 Mio. gelegen. Die Gründe für die eher schwache Umsatzentwicklung seien ein höherer Rückgang der ARPU, der Kundenbasis sowie des Narrowband-Geschäfts. Im Segment Mobile sei ein Umsatz von EUR 783 Mio. erzielt worden (YoY: -7,5%; SES: EUR 797 Mio.). Der Umsatzrückgang dürfte im Wesentlichen auf den Markt zurückzuführen sein.

Die ARPU der Vertragskunden habe sich um 4,6% gegenüber dem Vorjahr reduziert und sollte damit marktkonform sein. Es sei jedoch erwartet worden, dass die Performance von freenet durch eine sich strukturell verbessernde Kundenqualität über der Entwicklung des Gesamtmarktes liegen sollte. Die ARPU im No-frills Bereich sei gegenüber dem Vorjahr signifikant von EUR 5,30 auf EUR 4,50 zurückgegangen (SESe: EUR 4,80). Der deutliche Rückgang dürfte durch das starke Wachstum der No-frills Kundenbasis in Q1 2010 bedingt sein. In Q1/2010 habe freenet 350 Tsd. No-frills Kunden hinzugewinnen können (QoQ: +24% auf 1,8 Mio.).

Insgesamt habe sich die Kundenbasis von 17,5 Mio. in Q4/2009 auf 17,15 Mio. in Q1/2010 reduziert. Ursächlich hierfür sei im Wesentlichen ein leichter Verlust von 130 Tsd. Vertragskunden (Vertragskundenbasis: 6,8 Mio.; 39% der Kundenbasis insgesamt) sowie ein Verlust von 650 Tsd. Prepaid-Kunden. Letzteres sei strukturell nicht bedeutend. In freenets Kundenbasis würden sich noch viele inaktive Prepaid-Kunden befinden, sodass ein Verlust eines derartigen Prepaid-Kunden keinen negativen Einfluss auf Umsatz- und EBITDA-Ebene habe. Zudem generiere ein durchschnittlicher Prepaid-Kunde einen niedrigen ARPU von EUR 2,9.

Der Unterschied zwischen dem berichteten EBIT und dem geschätzten EBIT von EUR 11,5 Mio. sei zum einen auf ein berichtetes EBITDA von EUR 70,1 Mio., das EUR 2,7 Mio. unter den Erwartungen liege und zum anderen auf wie erwartet um EUR 9,8 Mio. höhere Abschreibungen zurückzuführen. Damit würden die größten Abweichungen von Abschreibungen resultieren und hätten keinen Einfluss auf den Free Cash Flow.

Der bereinigte Free Cash Flow (einmalige Cash Inflows würden ausgeschlossen) habe bei EUR 65 Mio. oder EUR 0,50 je Aktie gelegen. freenet habe in Q1 32% des für das Geschäftsjahr 2010 erwarteten Free Cash Flows von EUR 1,60 erzielt. Selbst mit den positiven Effekten aus den Bonuszahlungen der Netzwerkbetreiber in Q1/2010 dürfte das Unternehmen auf dem besten Weg sein, die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2010e zu erreichen.

In den nächsten Quartalen sollte sich die ARPU im No-frills Segment verbessern. Zudem sollte sich die ARPU der Vertragskunden im Laufe des Jahres strukturell verbessern.

Mit einer Dividendenrendite von ca. 13% und dem Cash Flow Muster bleibt die Aktie von freenet nach Meinung der Analysten von SES Research ein klarer Kauf mit einem unveränderten Kursziel von EUR 14 sowie einem FCFY 2010e von 18%. (Analyse vom 11.05.2010) (11.05.2010/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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