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Analysen - Ausland
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29.05.2002
Philip Morris "strong buy"
Merrill Lynch
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Das Rating der Wertpapierspezialisten von Merrill Lynch für die Aktie des Tabak- und Lebensmittelkonzerns Philip Morris (WKN 851777) lautet auch weiterhin "aggressiv kaufen".
Am 28.05. hätten die Analysten von Merrill Lynch die Aktie von Philip Morris wieder in ihren Bewertungskanon aufgenommen und dabei in ihrer ersten Analyse den Verkauf der Tochterfirma Miller Beer an South African Breweries vorhergesagt. Die Investmentbanker würden nunmehr damit rechnen, dass Philip Morris diesen Verkauf am 30.05. offiziell bekanntgeben werde. In den Augen der Experten würden die Aktionäre von Philip Morris durch den Verkauf und die damit verbundene Beteiligung an dem global operierenden Brauereiunternehmen South African Breweries wesentlich mehr profitieren, als durch eine 100%ige Anteilseignerschaft an Miller Beer.
Im Rahmen des Verkaufes werde Philip Morris voraussichtlich Aktienkapital an South African Breweries übernehmen und sich verpflichten, diese Anteile auch für mindestens 2 Jahre zu halten. Dazu werde die Bargeldsumme aus dem Transfer rund 2 Mrd. USD betragen, von denen Philip Morris nach Steuern rund 1,5 Mrd. USD verbleiben würden. Der größte Teil dieser Summe werde nach Ansicht der Investmentbanker noch im Laufe des aktuellen Finanzjahres in das Aktienrückkaufprogramm des Konzerns investiert werden. Sollte sich diese Annahme als korrekt erweisen, so könnte das Aktienrückkaufprogramm im Finanzjahr 2002 ein Volumen von 6 Mrd. USD, statt wie bislang erwartet rund 4,45 Mrd. USD, erreichen.
Ein solches Wachstum des Rückkaufvolumens werde voraussichtlich zu einer Erhöhung der Konsensschätzungen für Philip Morris in den Jahren 2002 und 2003 führen. Die Analysten von Merrill Lynch würden derzeit für diese beiden Jahre noch von einem EPS in Höhe von 4,92 bzw. 5,56 USD ausgehen. Hierbei sei eine Erhöhung des Aktienrückkaufvolumens noch nicht berücksichtigt. Bis zu einer offiziellen Ankündigung durch die Konzernleitung hätten die Börsenexperten auch nicht vor, ihre Gewinnprognosen zu erhöhen.
Zusammenfassend markiere der absehbare Verkauf von Miller Beer an South African Breweries ein weitere vorteilhafte Transaktion im Sinne der Anteilseigner von Philip Morris. In den Augen der Investmentbanker steuere der Konzern auch zunehmend aggressiv darauf hin, die Kapitalgewinne seiner Aktionäre zu vermehren.
Vor diesem Hintergrund raten die Investmentspezialisten von Merrill Lynch weiterhin mittel- und langfristig dazu, die Aktie von Philip Morris mit einem 12-Monats-Kursziel von 70 USD aggressiv zu kaufen.
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