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Analysen - Nebenwerte
30.04.2010
LUDWIG BECK halten
GSC Research

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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von GSC Research, Klaus Kränzle, stuft die LUDWIG BECK-Aktie (ISIN DE0005199905/ WKN 519990) von "kaufen" auf "halten" herab.

LUDWIG BECK habe am 22. April die Zahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2010 gemeldet. Das Münchener Traditionsunternehmen habe demnach seinen Nettoumsatz (d.h. ohne Mehrwertsteuer) um 4,4 Prozent auf 18,8 (Vj. 18,0) Mio. Euro gesteigert.

Die genannte Umsatzentwicklung habe sich im Zuge des weiterhin strikten Kostenmanagements auch bei den Ergebniskennziffern positiv bemerkbar gemacht. Der in der Bekleidungsbranche nach wie vor stark beachtete Rohertrag (Nettoumsatzerlöse minus Materialaufwand) habe sich um 7 Prozent auf 9,1 (8,5) Mio. Euro verbessert. Das operative Ergebnis (EBIT) habe sich auf 1,0 (0,5) Mio. Euro verdoppelt. Der Periodenüberschuss nach Steuern habe mit plus 0,1 (-0,3) Mio. Euro leicht ins Plus gedreht.

Die Analysten würden in diesem Zusammenhang davon ausgehen, dass LUDWIG BECK hier neben internen Maßnahmen auch vom Ostergeschäft profitiert habe, welches in diesem Jahr wegen des frühen Zeitpunktes schwerpunktmäßig bereits in das erste Quartal gefallen sei.

Insgesamt würden die Analysten die jetzt von LUDWIG BECK gemeldeten Zahlen als positiv werten. Traditionell würden die Unternehmen in der Branche jedoch ihr Jahresergebnis zum überwiegenden Teil im vierten Quartal verdienen, in welches das Weihnachtsgeschäft falle. Nichtsdestotrotz würden die Analysten den ersten Quartalsbericht von LUDWIG BECK als gutes Zeichen sehen, dass es dem "Kaufhaus der Sinne" in diesem Geschäftsjahr wieder gelinge, besser als die allgemeine Branchenkonjunktur abzuschneiden und gute Ergebnisse zu erwirtschaften.

Auch wenn sich die Aussagekraft des ersten Quartalsberichtes bei Einzelhandelsunternehmen wegen der überragenden Bedeutung des Weihnachtsgeschäftes traditionell in Grenzen halte, habe LUDWIG BECK nach Meinung der Analysten einen guten Start in das Geschäftsjahr 2010 verzeichnet.

Trotz des guten Auftaktquartals hätten die Analysten ihre Schätzungen aus Vorsichtsgründen nicht erhöht. Sie würden somit den kleinen "Ergebnisvorsprung" gegenüber den Vorjahreszahlen im ersten Quartal als Reserve für ein weiterhin schwieriges Marktumfeld betrachten. In diesem dürfte sich der private Konsum vergleichsweise stabil entwickeln. Obwohl dieses Szenario für LUDWIG BECK keinen Rückwind verheiße, würden daraus andererseits auch keine zusätzlichen Belastungen erwachsen.

In diesem stagnierenden Konsumumfeld generiere LUDWIG BECK nach Meinung der Analysten nach wie vor das Wachstum durch eigene innovative Shopping- und Konsum-Erlebniswelten am Hauptstandort, dem Stammhaus am Münchener Marienplatz.

Das um 80 Cent auf 15,80 Euro angehobenes Kursziel der Analysten resultiere demzufolge bei unveränderten Schätzungen aus dem erhöhten Bewertungsniveau der Vergleichsaktien und dem seit ihrer letzten Analyse leicht gesunkenen Zinsniveau. Da die Aktie seit Mitte März bereits einen Wertzuwachs von 10 Prozent auf über 14 Euro habe verbuchen können, sei das Kurspotenzial nach Meinung der Analysten jetzt mit 12 Prozent wieder limitiert.

Die Analysten von GSC Research ändern vor diesem Hintergrund ihre Empfehlung für die LUDWIG BECK-Aktie von "kaufen" auf "halten". Angesichts der weiterhin guten eigenen Firmenkonjunktur sollten interessierte Anleger temporäre Kursrücksetzer auf ein Niveau von circa 13,50 Euro in jedem Fall immer zum Einstieg oder für Nachkäufe nutzen. (Analyse vom 30.04.2010) (30.04.2010/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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