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Analysen - Ausland
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30.04.2010
Barry Callebaut "hold"
Vontobel Research
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www.optionsscheinecheck.de
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Zürich (aktiencheck.de AG) - Die Analystin von Vontobel Research, Claudia Lenz, stuft die Aktie von Barry Callebaut (ISIN CH0009002962/ WKN 914661) in der aktuellen Ausgabe von "Vontobel Morning Focus" weiterhin mit "hold" ein.
Nach den Ergebnissen für das Q1 (veröffentlicht am 1. April), die den Erwartungen der Analysten entsprochen hätten, hätten sie ihre Prognose geringfügig angepasst. Durch Diskussionen mit Herrn Steinemann (CEO seit August 2009) hätten sie einen guten Eindruck davon erhalten, wo er zukünftig die Prioritäten für Barry Callebaut setzen werde. Zudem seien sie zuversichtlich, dass in den nächsten zwölf Monaten einerseits die Veräußerung des EU-Verbrauchergeschäfts erfolgen werde und andererseits dem margenstarken G&S-Business mehr Aufmerksam zuteil werde. Schließlich könnte der anhaltende Outsourcing-Trend mittelfristig zu zusätzlichen Volumen führen.
Das Volumen habe sich in H1 (+7,8%, Q1 +7,2%) verbessert, während die EBIT-Marge unter den negativen Effekten der Combined Ratio gelitten habe (CHF -23 Mio.). Dank der schrittweisen Erfüllung bestehender Verträge in der Division FM und eines guten Wachstums bei G&S würden die Analysten in GJ 09/10E ein Volumenwachstum von +6,3% erwarten. Die Combined Ratio dürfte sich in H2 nicht negativ auswirken, und die EBIT-Marge dürfte sich leicht verbessern (GJ +10 Bp auf 7,3%). Die EPS-Schätzungen der Analysten würden unverändert bleiben.
Die Analysten würden davon ausgehen, dass das EU-Verbrauchergeschäft in den nächsten zwölf Monaten verkauft werde. Die Sparte erziele einen Umsatz von CHF 811 Mio. (17% des Gesamtumsatzes), aber die geschätzte EBIT-Marge liege mit 5,6% deutlich unter dem Durchschnitt. Ein Verkauf würde sich positiv auf die Gruppenmarge auswirken (Vontobel Research-Erwartungen: +30 Bp). Die Analysten würden einen Kaufpreis von etwa der Hälfte des Jahresumsatzes erwarten, was in etwa einem EV/EBITDA von 7 entspräche. Der Erlös werde teilweise zum Schuldenabbau verwendet. Das Unternehmen werde sich künftig stärker auf das margenstarke G&S-Geschäft konzentrieren (Umsatzanteil 13%, Marge Vontobel Research-Erwartungen:15 bis 20%). Die Analysten würden die Übernahme von Chocovic als ersten Schritt in diese Richtung sehen.
Die Analysten würden glauben, dass sich die Veräußerung des EU-Verbrauchergeschäfts mittelfristig positiv auf den Aktienkurs auswirken dürfte. Von der größeren Aufmerksamkeit gegenüber dem G&S-Business dürften ebenfalls die Margen profitieren. Nicht zuletzt erwartet werde, dass der Outsourcing-Trend mittelfristig aufgrund großer Veränderung im Süßwarenbereich anhalten werde. Mit einem P/E 11E von 12,8 würden die Analysten die Bewertung von Barry Callebaut als attraktiv erachten, auch im Vergleich zur internationalen Vergleichsgruppe (14,3).
Die Analysten von Vontobel Research bestätigen ihr "hold"-Rating für die Barry Callebaut-Aktie, aber erhöhen ihr Kursziel von CHF 670 auf CHF 740. Ein detaillierter Bericht werde noch heute folgen. (Analyse vom 30.04.2010) (30.04.2010/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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