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Analysen - Ausland
30.04.2010
Unilever "reduce"
Vontobel Research

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Zürich (aktiencheck.de AG) - Rene Weber, Analyst von Vontobel Research, stuft die Aktie von Unilever (ISIN NL0000009355/ WKN A0JMZB) in der aktuellen Ausgabe von "Vontobel Morning Focus" weiterhin mit dem Rating "reduce" ein.

Im 1. Quartal 2010 habe Unilever ein organisches Wachstum von +4,1% erzielt, wobei der Absatz um +7,5% zugenommen habe, die Preisentwicklung aber negativ ausgefallen sei (-3,3%). Der Währungseffekt habe sich auf +2,3% belaufen, die Akquisitionen hätten +0,2% beigetragen. Das Volumen sei in allen Regionen gewachsen: Europa +4,0%, Nord- und Südamerika +6,3%, übrige Welt +11,7%. Die Preise hätten sich in Europa stabil und in Amerika besser entwickelt, in Asien und insbesondere Indien habe sich aber der Preisdruck verstärkt. Die EBIT-Marge (vor ausserord. Aufwand) sei um +60 Bp auf 15,2% gestiegen, vor allem dank höherer Bruttomarge (+240 Bp), u. a. aufgrund niedrigerer Rohstoffpreise. Der Reingewinn sei um +33% gestiegen.

Das Volumenwachstum, aber auch die Margenverbesserung seien höher ausgefallen als erwartet. Insbesondere in Europa habe das Volumenwachstum mit +4,0% positiv überrascht, nachdem man im 4. Quartal 2009 einen Rückgang von -0,7% verzeichnet habe. In Nord- und Südamerika habe sich das Volumenwachstum noch weiter beschleunigt (4Q09 +5,5%, 1Q10 +6,3%), ebenso im Rest der Welt (4Q09 +9,4%, 1Q10 +11,7%). In allen Regionen sei die EBIT-Marge gestiegen, am stärksten jedoch in Europa mit +130 Bp auf 16,3%. Nach Produktkategorien hätten Lebensmittel ein starkes organisches Wachstum bei Eiscreme und Beverages (+7,4%) verzeichnet, während Savoury, Dressing und Spreads lediglich +0,1% erzielt hätten.

Auch in der Kategorie Home and Personal Care sei ein starkes Wachstum von +7,9% bei Personal Care und +2,5% bei Home Care erzielt worden. Die Rohstoffpreise hätten sich im 1. Quartal 2010 positiv auf die Bruttomarge ausgewirkt, aufgrund höherer Preise (VontE: 2 bis 3%) werde sich dies im 2. Halbjahr 2010 jedoch negativ entwickeln. Die Umstrukturierungskosten für das gesamte Jahr würden über 100 Bp liegen, die Einsparungen sollten 2010 jedoch mindestens EUR 1 Mrd. erreichen. Die Analysten hätten ihre EPS-Schätzung für 2010/2011 um +5% angehoben.

Die Ergebnisse zum 1. Quartal 2010 hätten über den Erwartungen gelegen, und das höhere Volumenwachstum habe klar positiv überrascht. Hingegen habe sich die negative Preisentwicklung (4Q -3,1%, 1Q -3,3%) aufgrund eines intensiven Preiskampfs vor allem in Asien bestätigt. Beim organischen Umsatzwachstum habe Unilever im 1. Quartal mit +4,1% hinter Nestlé (+6,1%) und Danone (+7,0%) gelegen. Unilever sei mit einem P/E 11E von 14,9 leicht niedriger bewertet als die Konkurrenten (Nestlé und Danone 16,5x), was mit dem tieferen Wachstum zu erklären sei.

Die Analysten von Vontobel Research halten an ihrem "reduce"-Rating für die Unilever-Aktie fest. Das Kursziel erhöhe man von vorher EUR 20 auf neu EUR 21. (Analyse vom 30.04.2010) (30.04.2010/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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