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Analysen - Nebenwerte
22.04.2010
PNE WIND kaufen
TradeCentre.de

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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen die PNE WIND AG-Aktie (ISIN DE000A0JBPG2/ WKN A0JBPG) erneut zu kaufen.

Wie aus Branchenkreisen zu hören sei, plane ein Investor sich an dem Windpark-Projektierer maßgeblich zu beteiligen. Es handle sich indes nicht um eine komplette Übernahme der Gesellschaft. Im letzten Jahr habe es Gerüchte gegeben, ein Versorger wie beispielsweise EnBW wolle sich die Firma einverleiben. Die Experten hatten jedoch stets berichtet, dass diese Geschichte eher ins Reich der Fabeln gehöre. Sodann sei es auch kein strategischer Investor, der einsteige. Vielmehr sei ein Finanzinvestor ganz heiß auf eine Beteiligung bei PNE WIND. Grund des Interesses sollten die rosigen Zukunftsaussichten der Windenergiebranche sein. Insbesondere dem immensen Wachstum durch Offshore-Projekte.

Vorstandschef Martin Billhardt dürfte großes Interesse an einem starken Finanzpartner haben. Wachstum in diesem Bereich koste Geld. Um dem Investor den Einstieg zu ermöglichen, könnte der CEO eine Kapitalerhöhung platzieren. Im letzten Sommer habe zum Beispiel eine Barkapitalerhöhung um zehn Prozent des Grundkapitals nicht vollständig platziert werden können. Im gleichen Zug sei eine Wandelanleihe offeriert worden. Damals sei das Interesse an diesem Wandler jedoch sehr moderat gewesen. Bei vollständiger Platzierung beider Emissionen, wären der Firma mehr als 45 Mio. Euro zugeflossen. Am Ende seien es lediglich mehr als zehn Mio. Euro gewesen. Insbesondere das Interesse an der Wandelanleihe sei dürftig gewesen.

Billhardt könnte nunmehr mit diesem Konstrukt erneut an den Markt gehen und zum Beispiel einem Investor diesen Wandler offerieren. Ausgestattet sei dieses Papier mit einem Wandlungspreis von 2,50 Euro und einer Verzinsung von sieben Prozent. Die Laufzeit sei bis 2014 vorgesehen. Über diesen Weg, vorausgesetzt das Bezugsrecht der Altaktionäre werde wiederum nur gering ausgeübt, könnte ein Investor bei Wandlung zwischen zehn und knapp 30 Prozent an PNE WIND halten.

Aktuell sei das Grundkapital in 44,5 Mio. Aktien unterteilt. Der Börsenwert betrage knapp 100 Mio. Euro. Angesichts der positiven Aussichten sei die Kapitalisierung niedrig. Wachsen wolle Billhardt in den USA sowie aus Offshore-Projekten auf der Nordsee. Die Projekt-Pipeline solle rasch ausgebaut werden. Auf See seien 5.000 Megawatt geplant und auf dem Land rund 10.000 Megawatt. Aktuell würden sich 2.500 respektive 3.500 Megawatt in der Entwicklung befinden.

Im Jahr 2009 habe PNE WIND eine Gesamtleistung von 134 Mio. Euro erzielt. Das EBIT habe rund 15 Mio. Euro erreicht. Netto hätten 10,1 Mio. Euro in der Kasse geklingelt. Für die nächsten drei Jahre erwarte Billhardt jährlich ein EBIT im Durchschnitt zwischen 14 und 18 Mio. Euro. Über den Zeitraum 2010 bis 2012 sollten operativ bis zu 54 Mio. Euro verdient werden. Die Gewinnerwartung basiere in erster Linie aus der Projektierung von Windparks. Also dem Kerngeschäft.

Highlight bei PNE WIND seien natürlich die Projekte auf See. Durch das Aus des niederländischen Konzerns Econcern würden sich seit Kurzem wieder 100 Prozent der Anteile am Windpark-Projekt "Gode Wind I" im Besitz befinden. 2007 seien 90 Prozent der Anteile an besagten Konzern verkauft worden. Was in 2009 zu einer herben Gewinnwarnung geführt habe, könnte sich mittelfristig als Glücksfall erweisen. Der Rückerwerb sei für Billhardt attraktiv gewesen. Beispielsweise könnte das Projekt mittelfristig für einen hohen zweistelligen Millionenbetrag verkauft werden. Das würde den Gewinn dramatisch nach oben schrauben. "Gode Wind II" sei ebenfalls im Vollbesitz der Firma. Die Realisierung sei für die Jahre 2011/2012 angestrebt.

Nach vielen Jahren mit Sorgen stehe PNE WIND unter der Führung von Billhardt so gut da wie niemals zuvor. Das Eigenkapital in Höhe von 70,5 Mio. Euro sei kerngesund und frei von Risiken. Per Jahresende würden 41,5 Mio. Euro in der Kasse schlummern. Bei Banken sei das Unternehmen kurz- und langfristig mit rund 50 Mio. Euro verschuldet. Die Relationen seien in Ordnung.

Die Basis der vorhandenen Projekte, insbesondere die Ertragspotenziale aus "Gode Wind I und II", würden sich im Börsenwert längst nicht widerspiegeln. Kein Wunder, dass sich ein Finanzinvestor für einen Einstieg interessiere. Durch einen weiteren Mittelzufluss verschaffe sich das Unternehmen zusätzlichen Spielraum bei der Finanzierung von Windpark-Projekten im In- und Ausland an Land und auf See. Dann könnte sogar schnelleres Wachstum forciert werden.

"TradeCentre.de" Entdeckung PNE WIND, im November 2008 bei Kursen unter einem Euro, dürfte nach einer längeren Konsolidierung wieder durchstarten. Analysten würden in 2010 einen Gewinn je Aktie von 16 Cent und in 2011 von 28 Cent je Aktie erwarten. Das KGV von 13 respektive acht sei moderat.

Die Experten von "TradeCentre.de" raten erneut zum Kauf der PNE WIND-Aktie. (Analyse vom 22.04.2010) (22.04.2010/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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