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Analysen - Nebenwerte
12.04.2010
Delticom Gewinne laufen lassen
TradeCentre.de

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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen bei der Aktie von Delticom (ISIN DE0005146807/ WKN 514680) die Gewinne laufen zu lassen.

Für den Online-Reifenhändler sei das Jahr 2009 prächtig gelaufen. Ausgezeichnete Unternehmen könnten auch in schlechten Zeiten super Zahlen ausweisen. Dank der Abwrackprämie und dem frühen, aber dafür umso heftigeren, Wintereinbruch hätten die Hannoveraner die selbst gesteckten Ziele deutlich übertreffen können. "Sobald es auf den Autobahnen zum Winterbeginn richtig knallt, schlägt sich das bei uns in den Verkaufszahlen für das wichtige Winterquartal nieder" erkläre den Experten CFO Frank Schuhardt im Hintergrundgespräch das "bombige" vierte Quartal.

In Zahlen ausgedrückt: Die Umsätze seien um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 311,3 Millionen Euro geklettert. Das EBIT habe sich um stolze 78,8 Prozent von 16,4 Millionen Euro in 2008 auf nunmehr 29,4 Millionen Euro verbessert. Beachtlich: Die Marge: Sie habe bei 9,4 Prozent gelegen. Neben dem Zahlenwerk insgesamt also auch hier eine neue Bestmarke. Einst habe das Unternehmen lediglich ein Umsatzplus von zehn Prozent und eine EBIT-Marge von sieben Prozent versprochen gehabt.

Das Konzernergebnis habe 20,2 Millionen Euro betragen und der Gewinn je Aktie bei 1,71 Euro gelegen. Über 70 Prozent mehr als im Vorjahr. Erfreulich für die Aktionäre. Die Dividende solle von einem Euro auf 1,70 Euro angehoben werden. Mit einer Dividendenrendite von sechs Prozent sei die Aktie weiterhin sehr attraktiv. Der operative Cashflow habe bei über 13 Millionen Euro gelegen und der Free Cashflow mit knapp zehn Millionen Euro gesprudelt. Das Geschäftsmodell sei geprägt von einem geringen Aufwand für Investitionen. Die Kasse sei per Jahresende mit rund 40 Millionen Euro gefüllt. Bankschulden seien bei Delticom Fehlanzeige.

Wie die Experten von Schuhardt erfahren hätten, laufe auch das erste Quartal des neuen Jahres bereits hervorragend und solle deutlich über dem entsprechenden Vergleichsquartal des Vorjahres liegen. "Das erste Quartal ist für uns immer ein Durchgangsquartal von dem starken vierten zu dem für das Sommerreifengeschäft wichtigen zweiten Quartal. Insgesamt werden in diesem Jahr jedoch vermutlich nicht so viele positive Einzeleffekte eintreten wie 2009", sage der CFO. Es werde schwierig diese Sondereffekte alleine durch Wachstum zu kompensieren.

Zusätzliches Wachstum verspreche sich der Finanzlenker vor allem in Nordamerika. "Auch wenn das US-Geschäft momentan noch keinen allzu großen Anteil am Gesamtumsatz ausmacht, sehen wir dort enorme Wachstumspotentiale", so Schuhardt. Allerdings sei die Konkurrenzsituation auch schwieriger. Der Finanzvorstand sehe Delticom jedoch gut gerüstet den Kampf aufzunehmen. "Das organische Wachstum ist in Amerika noch so stark, dass wir keinen Bedarf für anorganisches Wachstum sehen". Ein Zukauf stehe vorerst nicht auf der Agenda.

Doch auch die Kernländer Europas würden weiterhin genug Spielraum bieten, was die wachsende Zahl der Online-Käufer bestätige. Aktuell würden davon rund 3,4 Millionen zu den Kunden der Hannoveraner zählen. Damit dürfte auch das laufende Jahr durchweg erfolgreich sein. "Das Ziel, 2010 eine EBIT-Marge von acht Prozent zu erwirtschaften ist optimistisch, aber erreichbar", so Schuhardt.

Der Umsatz solle 2010 um zehn Prozent wachsen und dürfte sich bei rund 345 Millionen Euro einpendeln. Das würde einem EBIT von knapp 28 Millionen Euro entsprechen. Aber auch in 2009 sei das Unternehmen eher konservativ gewesen und habe die Anleger positiv überrascht. Vielleicht gelinge dies erneut. Vorsichtshalber sage der CFO, dass das Ergebnis je Aktie wohl leicht unter dem Niveau des Vorjahres liegen werde.

Altfavorit Delticom habe sich fantastisch entwickelt. Die mehrfachen Kaufempfehlungen der Experten hätten sich bezahlt gemacht. Anleger hätten ihren Einsatz mit dem Papier mehr als verdoppeln können.

Die Experten von "TradeCentre.de" raten die Gewinne bei der Delticom-Aktie laufen zu lassen und die Dividende einzustreichen. Nicht investierte Anleger sollten an schwachen Tagen einsteigen. (Analyse vom 12.04.2010) (12.04.2010/ac/a/nw)

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