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Analysen - Nebenwerte
07.04.2010
SOLON kaufen
SRH AlsterResearch

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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von SRH AlsterResearch, Oliver Drebing, stuft die SOLON-Aktie (ISIN DE0007471195/ WKN 747119) weiterhin mit "kaufen" ein.

Mit Vorlage des vollständigen Jahresgeschäftsberichts für 2009 sei aus Sicht der Analysten nochmals deutlich geworden, dass SOLON im Schlussquartal operativ einen klaren Trendwechsel vollzogen habe. Bereinigt um die außerplanmäßigen Wertberichtigungen des gehaltenen Vorratsvermögens ergebe sich für Q4 eine Rohergebnisquote von 28,2% (Zeitraum Q1 bis Q3: 21,3%). Die für das Gesamtjahr 2010 derzeit vom Unternehmen kalkulierte Rohergebnismarge von 18% halte man für eine sehr defensiv formulierte Planzahl.

Entsprechend der gegenwärtigen Branchensituation laufe der Vertrieb von Solarmodulen (Komponentengeschäft) derzeit ausgezeichnet. Auf das Geschäftsfeld der Projektierung und Errichtung von Solarkraftwerken (Systemtechnikgeschäft) habe sich dagegen die zuletzt kritische Bilanzentwicklung der SOLON SE gravierend ausgewirkt. Hier sei die Generierung großer Neuaufträge über Monate und Quartale zum Erliegen gekommen. Auch Q1/2010 sei in diesem Sinne ein "lost quarter". Erst mit der seit Ende März nahezu abgeschlossenen Umfinanzierung - Verbindlichkeiten über 275 Mio. EUR seien mit Laufzeit bis Ende 2011 neu strukturiert - sei SOLON im Bereich der Systemtechnik wieder voll wettbewerbsfähig.

Insgesamt plane SOLON für 2010 Produktionsmengen von 225 MW (2009: 132 MW). Dem höhermargigen Solartechnikgeschäft traue man trotz der bis Sommer 2009 akquirierten Aufträge nur einen Umsatzanteil von deutlich weniger als 40% zu. Den Konzernumsatz 2010 schätze man auf 500 Mio. EUR (2009: 354 Mio. EUR). Für 2011 erwarte man einen Umsatzschub in beiden Geschäftsfeldern. Netzparität (Grid parity) in wichtigen sonnenreichen Absatzmärkten und ein von den Analysten für die kommenden Monate erwarteter Umschwung bei SOLONS Neuaufträgen im Kraftwerksbau würden in ihrer Projektion die Grundlage für eine Umsatzgrößenordnung bei 700 Mio. EUR legen.

SOLON plane für das laufende Jahr den Break even auf EBIT-Ebene. Im Gegensatz zu den bisherigen Analystenprognosen, die gerade einmal ein knappes Einhalten eines solchen Zieles beinhaltet hätten, gehe man nunmehr davon aus, dass SOLON auch nach Verbuchung des Zinssaldos ein nahezu ausgeglichenes Jahresergebnis erreichen werde. Des Weiteren erwarte man für 2010 einen klar positiven Operativen Cash flow (Prognose: +33 Mio. EUR).

Ohne Einbeziehung möglicher Rückkäufe der Wandelanleihe und ohne Einrechnung des für Q2 geplanten Management Buy out der SOLON Hilbert Technologie (Nachführsysteme/SOLON Mover) gehe man für Ende des Geschäftsjahres von Nettofinanzverbindlichkeiten in Höhe von 330 Mio. EUR aus (Stand Bilanzstichtag 2009: 344 Mio. EUR). Für Ende 2011 schätze man die Nettofinanzschuld auf 290 Mio. EUR (einschließlich Tilgungen durch Solar Energy Tucson von 26 Mio. EUR).

Dem Modulhersteller traue man einen größeren Anteil des entlang der Wertschöpfungskette zu verteilenden Profits zu als in der Vergangenheit. Bislang begünstige auch der Käufermarkt noch nicht die Akteure, die wie SOLON in direkter Geschäftsbeziehung zu Händlern, Installateuren und Endabnehmern stünden. Dies werde sich nach Auffassung der Analysten kurz- bis mittelfristig ändern. Abstrahiert von dem in der Vergangenheit verbrannten Kapital habe SOLON nach erfolgreich vollzogener Anpassung der Unternehmensausrichtung (enge Fokussierung auf qualitativ hochwertige Produkte am unteren Ende der Wertschöpfungskette) aus ihrer Sicht das Potenzial, zu einer Erfolgsstory der deutschen Solarindustrie zu werden.

Auf langfristige Bewertungsbetrachtungen stütze man eine Kurszielformulierung von 14 EUR.

Das Anlageurteil der Analysten von SRH AlsterResearch für die SOLON-Aktie lautet "kaufen". (Analyse vom 07.04.2010) (07.04.2010/ac/a/nw)



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