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Analysen - Nebenwerte
06.04.2010
euromicron kaufen
Bankhaus Lampe

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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Christoph Schlienkamp, Analyst vom Bankhaus Lampe, bewertet die euromicron-Aktie (ISIN DE0005660005/ WKN 566000) weiterhin mit "kaufen".

euromicron habe zuletzt die Geschäftszahlen für 2009 veröffentlicht, die auf der Ergebnisseite die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen hätten. So habe euromicron ein EPS von 2,36 Euro im Vergleich zu ihren Erwartungen von 1,95 Euro erreicht.

Drei Gründe seien für diese Entwicklung verantwortlich gewesen: Die in Folge des Kostensenkungsprogramms verbesserte Kostenstruktur habe zu einem EBIT von 18 Mio. Euro geführt (2009e: 16,4 Mio. Euro). Insbesondere die Materialkostenquote (Treiber: bessere Einkaufspreise) habe sich im Konzern um 1,3 Prozentpunkte auf 49,4% reduziert.

Das Finanzergebnis habe 2009 nur -2,8 Mio. Euro nach -4 Mio. Euro in 2008 betragen. In dieser Zahl komme die 2009 verfolgte Finanzierungsstrategie des Konzerns zum Ausdruck, angesichts der Zinsstrukturkurve und den Zinserwartungen vor allem nur kurzfristige Ausleihungen vorzunehmen. Das Management habe im Rahmen der Analystenkonferenz den durchschnittlichen Zinssatz für die Geldaufnahme mit 1,8% beziffert.

Die Steuerquote habe mit 24,7% unter den Analysten-Erwartungen von 30% und der Vorjahresquote von 27,5% gelegen. Der Hauptgrund liege in der Nutzung von bislang nicht berücksichtigten Verlustvorträgen und lasse sich natürlich mit Blick auf 2010 ff. nicht so wiederholen.

Nach den Ausführungen des Managements verfestige sich für die Analysten der Eindruck, dass aufgrund des Auftragsbuches mit einem Auftragsbestand von 70 Mio. Euro und deutlichen Zuwächsen im Ordereingang, der in Aussicht stehenden Projekte (Fiber to the Home (FTTH)-Netzausbauten der Kommunen, Sicherheitsüberwachung von Personen und Objekten (z. B. Bahn), Healthcare-Bereich (Altersbetreuung) und der 2009 erreichten Verbesserungen in der Kostenstruktur ihre bisherigen Schätzungen zu vorsichtig seien. Sie würden ihre Wachstumsschätzung für den Umsatz von bislang 5% auf 10% erhöhen. Ihre EBIT-Prognose erhöhe sich in der Folge von bislang 17,7 Mio. Euro auf 21,3 Mio. Euro. Die neue EPS-Prognose betrage 2,67 Euro (zuvor: 2,30 Euro) und liege damit um 16% höher.

Nach dem Ausscheiden von Vatas aus dem Aktionärskreis habe sich das Problem des Aktienüberhangs verringert. Positiv sehe man auch, dass die NordLB ihr Aktienpaket an euromicron schon von 20% auf unter 15% verringert habe.

Man glaube, dass mit den Verbesserungen in der Aktionärsstruktur der Unsicherheitsabschlag, der auf der Aktie gelastet habe, deutlich geringer geworden sei. Ein KGV von knapp 7 auf der Basis der Erwartungen für 2010, ein EV/EBIT von 6,4 sowie eine Dividendenrendite von deutlich mehr als 5% würden der Aktie aus der Sicht der Analysten weiteren Spielraum geben.

Angesichts der niedrigen Bewertung und den deutlich vorhandenen Wachstumsoptionen erhöhen die Analysten vom Bankhaus Lampe ihr Kursziel für die euromicron-Aktie von 17,50 Euro auf 24,00 Euro und bekräftigen ihre Kaufempfehlung. (Analyse vom 06.04.2010) (06.04.2010/ac/a/nw)



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