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Analysen - Nebenwerte
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15.03.2010
Schaltbau kaufen
TradeCentre.de
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www.optionsscheinecheck.de
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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen die Aktie von Schaltbau (ISIN DE0007170300/ WKN 717030) zu kaufen.
Seit gut einem Jahr pendle die Aktie der Schaltbau AG in einer groben Range zwischen 35 und 38 Euro. Das Papier habe eine gute Chance aus dieser langen Seitwärtsrange auszubrechen. Die Aktie sei sehr günstig bewertet.
Im vergangenen Geschäftsjahr habe das Unternehmen einen Umsatz von rund 270 Millionen Euro erzielt. Gemäß Unternehmensprognose solle ein EBIT von 21 Millionen Euro erzielt werden. Die EBIT-Marge habe bei 7,7 Prozent gelegen. Das Nettoergebnis habe 11,6 Millionen Euro oder 6,20 Euro je Aktie erreicht. Ein positiver Einmaleffekt im Zuge der Veräußerung einer Beteiligung in China beeinflusse das Ergebnis mit 0,8 Millionen Euro. Inklusive dieses Effektes errechne sich ein Ergebnis je Aktie von rund 6,60 Euro.
Wie Firmenchef Jürgen Cammann den Experten im Hintergrundgespräch mitgeteilt habe, habe im Jahr 2009 erneut ein positiver Free-Cashflow erzielt werden können. Die Nettobankverbindlichkeiten seien von 38 auf nunmehr 34 Millionen Euro reduziert worden. Zusätzlich stünden noch eine Wandelanleihe und Genusscheine von jeweils 8 Millionen Euro aus. Der Wandler sei im Jahr 2012 fällig und könne dann bei Kursen von 46 Euro in 185.000 Aktien getauscht werden. Die Genüsse seien zwei Jahr später zur Rückzahlung fällig. Das Eigenkapital dürfte sich inzwischen auf über 20 Millionen Euro belaufen. Es sei zu bedenken, dass das Eigenkapital vor drei Jahren noch negativ gewesen sei.
Insgesamt sei die Bilanz gesund. Die Verschuldung mit dem zweifachen EBITDA sei moderat. Das solide Gerüst mache eine Zahlung einer Dividende möglich. "Wir werden für das Jahr 2009 erneut eine stabile Dividende auszahlen", kündige der CEO an. Demnach müsste Schaltbau mindestens 50 Cent je Aktie ausschütten. Inhaber der Genusscheine würden durch die Deckelung des variablen Anteils insgesamt 3 Euro je Schein erhalten. Der Schein notiere bei 25 Euro. Die Rendite liege bei 12 Prozent.
Operativ leide das Unternehmen leicht unter der Krise. Insbesondere das Industriegeschäft sei von der Konjunktur abhängig. Das Geschäft mit Bus und Bahn zeige sich stabil. Dennoch sei der Ordereingang im letzten Jahr mit rund 10 Prozent rückläufig gewesen. Für das Jahr 2010 erwarte Cammann hingegen eine Erholung des Auftragseingangs. Schaltbau erhalte derzeit viele kleinere Aufträge. Einer sei besonders vielversprechend: Die Firma liefere Bremssysteme für die Windkraft. "Wir haben einen größeren Auftrag für unsere Windkraftbremssysteme von General Electric gewonnen", freue sich Cammann. Weitere Aufträge für diese Systeme würden folgen.
Der Umsatz solle sich in 2010 auf dem Wert des Vorjahres stabilisieren. Die Gewinne würden jedoch sinken. Das EBIT erwarte der CEO in diesem Jahr bei 17,5 Millionen Euro und den Nettogewinn bei 10 Millionen Euro oder 5,40 Euro je Aktie. Grund für den Gewinnrückgang sei vor allem der Ausbau des Personals und erhöhte Investitionen. "Wir erwarten in fünf Jahren einen Umsatz von 420 bis 450 Millionen Euro und eine Verdopplung des Gewinns. Das bedingt Vorlaufkosten, die ins Ergebnis gebucht werden." Bereits im Jahr 2011 sollten Umsatz und Gewinn wieder anziehen.
Um das Umsatzziel in 2015 zu erreichen, schaue sich Cammann nach Zukäufen um. "Die Hälfte des zusätzlichen Umsatzes von bis zu 150 Millionen Euro resultiert aus organischem Wachstum. Der Rest aus Übernahmen", erkläre der Firmenchef. Mehrere Objekte der Begierde würden sich auf der Liste des Vorstands befinden. Zumindest eine wesentliche Übernahme mit einem Umsatz zwischen 25 und 40 Millionen Euro solle in 2010 in trockene Tücher gebracht werden. Die Finanzierung erfolge über Fremdkapital.
Das KGV für 2010 betrage 7 und könnte im kommenden Jahr auf 6 sinken. Auch die einst hohe Verschuldung sei dank der Cashflows inzwischen auf einem gesunden Niveau angelangt. Die Aktie sei ein Schnäppchen.
Die Experten von "TradeCentre.de" raten zum Kauf der Schaltbau-Aktie. (Analyse vom 15.03.2010) (15.03.2010/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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