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Analysen - Nebenwerte
10.03.2010
Funkwerk kaufen
Bankhaus Lampe

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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Sebastian Hein, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von Funkwerk (ISIN DE0005753149/ WKN 575314) von "verkaufen" auf "kaufen" hoch.

Die Zahlen für 2009 seien durch Restrukturierungsaufwendungen getrieben worden: Der Umsatz habe rund 219 Mio. Euro betragen (Vorjahr: 290 Mio. Euro; -24,5% ggü. Vj.; BHLe: 228 Mio. Euro). Das EBIT habe sich auf rund -42 Mio. Euro belaufen (Vorjahr: 13,2 Mio. Euro; BHLe: -18,8 Mio. Euro). In allen Geschäftsfeldern seien Restrukturierungs- und Anpassungsmaßnahmen durchgeführt worden. Zudem seien Randaktivitäten eingestellt und Verlustquellen eliminiert worden. Funkwerk gebe an, etwa 9 Mio. Euro für Restrukturierungen aufgewendet zu haben.

Im Segment Traffic & Control Communication (TCC) habe Bouyer Insolvenz anmelden müssen. Dies ist aus der Sicht der Analysten vom Bankhaus Lampe positiv für den Konzern, da keine zusätzlichen Mittel für die Gesellschaft bereitgestellt werden müssten. Auch am Standort Karlsfeld seien Restrukturierungen durchgeführt worden. Es seien die Voraussetzungen dafür geschaffen worden, dass TCC mittelfristig wieder zum Ertragsmotor werde. In 2010 sollte aus der Sicht der Analysten vom Bankhaus Lampe eine EBIT-Marge von 5% erreicht werden, während in 2011 eine Steigerung auf 7,5% zu erwarten ist. Im laufenden Jahr sollten sich auf der Umsatzseite positive Effekte aus den staatlichen Infrastrukturprogrammen ergeben. Die Belebung sei in 2009 ausgeblieben.

Security Communication (SC) sei in 2009 deutlich durch den fehlenden Objektschutzauftrag in Algerien belastet worden. Aufgrund der unsicheren politischen Lage vor Ort sei in 2010 nicht mit Umsatzbeiträgen hieraus zu rechnen. Da die Kapazitäten in der Folge nicht ausgelastet sein sollten, sei ein sechsstelliger Restrukturierungsaufwand in 2010 wahrscheinlich.

Automotive Communication (AC) leide anhaltend unter dem schwachen Marktumfeld. Funkwerk habe die Mitarbeiterzahl deutlich reduziert und zudem das Management ausgetauscht. In 2010 sollte dieser Bereich von Neuaufträgen von Daimler und BMW profitieren, wobei die Analysten ergebnisseitig lediglich mit einer schwarzen Null rechnen würden. Das Management werde in 2010 den Fokus auf das Kernsegment TCC legen. Dies halte man in Anbetracht der Ertragsstärke des Bereichs für richtig. In den Segmenten AC und EC sollte die schwarze Null auch kurzfristig erreichbar sein. Ansonsten halte man hier auch eine Trennung von den Geschäftsfeldern für möglich.

Auf Konzernebene seien mittlerweile wichtige Hausaufgaben erledigt worden. Durch stringente Bewertung der Vorräte und durch die Optimierung der Beschaffung sei der operative Cash-flow entlastet worden. Funkwerk habe auf die Fehlentwicklungen beim Algeriengeschäft reagiert und in Projekt- und Risikomanagement investiert. Die dezentrale Entscheidungsstruktur werde sukzessive ad acta gelegt, um das Controlling des Konzerns zu verbessern.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe betrachten Funkwerk als interessante Turnaround Story. Das Management habe gezeigt, dass die Effizienzsteigerungen aktiv angegangen würden. Es seien die Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum geschaffen worden, was deutliches Upside-Potenzial für die Aktie impliziere.

Die Funkwerk-Aktie ist ein klarer Kauf und nun auf der Top-Liste der Analysten vom Bankhaus Lampe. Nach Anpassung ihrer Modelle würden sie das Kursziel von 5,50 Euro auf 9,00 Euro erhöhen (Peer-Group Bewertung und Dividendenmodell). (Analyse vom 10.03.2010) (10.03.2010/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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