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Analysen - Ausland
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02.03.2010
Georg Fischer "buy"
Vontobel Research
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www.optionsscheinecheck.de
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Zürich (aktiencheck.de AG) - Fabian Haecki, Analyst von Vontobel Research, stuft die Georg Fischer-Aktie (ISIN CH0001752309/ WKN 851082) in der aktuellen Ausgabe von "Vontobel Morning Focus" unverändert mit "buy" ein.
Georg Fischer habe das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2009 bekannt gegeben. Dieses sei von Restrukturierungskosten und Goodwill-Wertberichtigungen geprägt gewesen. Absatz und Umsatz seien jeweils um 35% auf CHF 2.906 Mio. gesunken und hätten 2 bis 3% unter den Analysten-Schätzungen gelegen. Der EBIT-Verlust habe sich auf CHF 201 Mio. belaufen (Vontobel Research-Erwartung: CHF 177 Mio.) und sei auf unerwartete hohe Sonderfaktoren in Höhe von CHF 143 Mio. (Vontobel Research-Erwartung: CHF 100 Mio.) zurückzuführen gewesen.
Der bereinigte EBIT habe CHF -58 Mio. betragen und sei damit besser ausgefallen, als die Analysten erwartet hätten (Vontobel Research-Erwartung: CHF -77 Mio.). Der Reinverlust nach Minderheitenanteilen habe sich auf rekordhohe CHF 246 Mio. belaufen (Vontobel Research-Erwartung: CHF -230 Mio.; Konsensprognose: CHF -225 Mio.). Der freie Cashflow habe mit CHF 94 Mio. äußerst positiv überrascht und sei der deutlichen Verringerung des Nettoumlaufvermögens zu verdanken gewesen.
Auf den ersten Blick seien die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurückgeblieben; dies sei jedoch in erster Linie auf unerwartet hohe Sonderfaktoren in Höhe von CHF 143 Mio. zurückzuführen (Vontobel Research-Erwartung: CHF 100 Mio.), vor allem auf eine unerwartet hohe Goodwill-Abschreibung von CHF 43 Mio. bei Agie Charmilles. Die operative Performance in der Piping-Sparte sei überraschend solide gewesen mit einer bereinigten EBIT-Marge von 7,5% (Vontobel Research-Erwartung: 5,4%) und sogar 8,6% im zweiten Halbjahr. Die Automotive-Sparte habe einen Betriebsverlust von CHF 109 Mio. inklusive CHF 60 Mio. Restrukturierungskosten verzeichnet. Der Betriebsverlust bei Agie Charmilles sei mit CHF 151 Mio., inklusive CHF 81 Mio. Sonderkosten, verheerend gewesen.
Im zweiten Halbjahr habe Georg Fischer schon wieder einen kleinen EBIT vor Sonderfaktoren von CHF 9 Mio. gemeldet. Dies zeige, dass der Turnaround noch schneller vonstatten gehe als erwartet. Die Bilanzkennzahlen hätten sich gegenüber dem ersten Halbjahr stark verbessert, dank eines starken operativen Cashflows von CHF 242 Mio. und eines freien Cashflows von CHF 94 Mio. Die Nettoverschuldung habe dadurch überraschend auf CHF 472 Mio. gesenkt werden können (Vontobel Research-Erwartung: CHF 737 Mio.).
Trotz rekordhoher Verluste sehe das operative Ergebnis im zweiten Halbjahr ermutigend aus: Es zeichne sich ein Turnaround im operativen Geschäft ab. Auch die Bilanzkennzahlen hätten sich im zweiten Halbjahr deutlich verbessert. Hintergrund hierfür sei der starke Cashflow, welcher der starken Verringerung des Nettoumlaufvermögens zu verdanken sei. Bei einer weiteren Erholung der Märkte gehe man von einem signifikanten Operating Leverage aus. Georg Fischer stelle nun für 2010 ein positives Reinergebnis in Aussicht (alt: positiver EBIT).
Die Analysten von Vontobel Research bestätigen ihr "buy"-Rating für die Georg Fischer-Aktie. Das Kursziel von CHF 380 werde überprüft. (Analyse vom 02.03.2010) (02.03.2010/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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