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Analysen - Ausland
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26.02.2010
Telekom Austria halten
Erste Bank
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Wien (aktiencheck.de AG) - Vera Sutedja, Analystin der Erste Bank, bewertet die Aktie von Telekom Austria (ISIN AT0000720008/ WKN 588811) weiterhin mit dem Rating "halten".
Telekom Austria habe einen Gewinn von EUR 63,6 Mio. im vierten Quartal alleine bzw. einen Jahresgewinn 2009 von EUR 94,9 Mio. veröffentlicht, welcher deutlich über der Analysten- und der Markt-Erwartung gelegen habe. Vor allem habe das steigende EBITDA von mobilkom austria die Analysten positiv überrascht. Zusätzlich sei ein Einkommensteuerertrag in Höhe von EUR 17,5 Mio. in 2009 aufgrund des Restrukturierungsaufwandes in 2008 verbucht worden.
Der Gruppen-Umsatz im vierten Quartal 2009 sei aufgrund von niedrigeren Erlösen im Segment Mobilkommunikation um 9,6% auf EUR 1,18 Mrd. gesunken. Das internationale Mobilfunkgeschäft habe aufgrund von Währungsumrechnungseffekten, negativen Auswirkungen des konjunkturellen Abschwungs sowie wettbewerbsbedingten niedrigeren Preisen einen Umsatzrückgang von 10% verzeichnet.
Das heimische Mobilfunk- und Festnetz-Segment habe einen Umsatzrückgang von 7% bzw. 12,6% gezeigt. Das Gruppen-EBITDA habe sich auf bereinigter Basis um 5% auf EUR 399,4 Mio. verringert, während die operativen Kosten um 9,3% gesunken seien. mobilkom austria habe trotz niedrigerer Umsatzerlöse ein EBITDA-Wachstum von 5,1% erreichen können. Der Nettoüberschuss habe EUR 63,6 Mio. im vierten Quartal 2009 betragen, wobei der Einkommensteuerertrag von EUR 17,5 Mio. eingerechnet worden sei. Auf bereinigter Basis sei der Nettoüberschuss im vierten Quartal 2009 um 14,5% gefallen.
Der schwache Ausblick für 2010 sei bestätigt worden. Telekom Austria werde eine Dividende von EUR 0,75/Aktie ausschütten, welche innerhalb der Analysten-Erwartung liege. Die Zusammenlegung des Festnetz- und des Mobilkommunikationsgeschäfts sei vom Aufsichtsrat genehmigt worden. Im laufenden Jahr werde mit einem negativen Cashflow-Effekt von rund EUR 80 Mio. gerechnet. Ab 2014/2015 werde eine jährliche Steigerung des Cashflows im Ausmaß von rund EUR 100 Mio. erwartet. Man schätze die Zusammenführung durchaus als positiv ein. Zusätzliche Umsatzpotenziale durch Cross-Selling, Kostensynergien und effizienten Netzwerkausbau seien die möglichen Vorteile der Zusammenführung. Außerdem könne der zusätzliche Cashflow den zukünftigen Glasfasernetzwerkausbau mitfinanzieren.
Die Analysten der Erste Bank bestätigen ihre "halten"-Empfehlung und das Kursziel von EUR 10,70 für die Telekom Austria-Aktie. (Analyse vom 26.02.2010) (26.02.2010/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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