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19.02.2010
Lafarge muss deutlichen Ergebnisrückgang ausweisen
aktiencheck.de
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Paris (aktiencheck.de AG) - Der französische Baustoffhersteller Lafarge S.A. (ISIN FR0000120537/ WKN 850646) musste im vierten Quartal erneut den schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen Tribut zollen und verzeichnete einen Umsatz- und Ergebnisrückgang.
Wie aus einer am Freitag veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, lagen die Umsatzerlöse im Berichtszeitraum mit 3,64 Mrd. Euro um 22 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Der operative Gewinn verringerte sich auf 494 Mio. Euro, was einem Minus von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 753 Mio. Euro entspricht. Beim Nettoergebnis rutschte Lafarge aufgrund hoher Einmalbelastungen mit -38 Mio. Euro in die roten Zahlen, nachdem man im Vorjahresquartal einen Nettogewinn von 40 Mio. Euro ausgewiesen hatte. Vor Einmaleffekten lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum mit 98 Mio. Euro um 67 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreswert von 293 Mio. Euro.
Insgesamt habe man vor allem unter der verhaltenen Nachfrageentwicklung in Zentral- und Osteuropa zu leiden gehabt, während man in den schnell wachsenden Emerging Markets Zuwächse zu verzeichnen hatte. Dabei habe man dank strikter Kostensenkungsmaßnahmen den Ergebnisrückgang in Grenzen halten können. Insgesamt habe man durch Einsparungen in Höhe von 230 Mio. Euro, die Veräußerung von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Unternehmensteilen sowie der Kürzung des Investitionsplans um 1 Mrd. Euro die Nettoverschuldung um 18 Prozent auf 13,80 Mrd. Euro zurückführen können (Vorjahreswert: 16,88 Mrd. Euro).
Insgesamt gehe man für das laufende Fiskaljahr von einer weiterhin schwierigen Marktentwicklung aus, wobei man sich operativ vor allem auf die schnell wachsenden Emerging Markets konzentrieren werde. Für 2010 sind weitere Kostensenkungen im Gesamtvolumen von 200 Mio. Euro geplant, teilte der Konzern weiter mit.
Die Aktie von Lafarge notiert aktuell mit einem Minus von 3,88 Prozent bei 48,82 Euro. (19.02.2010/ac/n/a)
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