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Analysen - Marktberichte
15.02.2010
Schweizer Aktienmarkt verhaltener Kursverlauf
Liechtensteinische LB

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Vaduz (aktiencheck.de AG) - Trotz der bisher relativ gut angelaufenen Berichtssaison zeigt der Schweizer Aktienmarkt einen eher verhaltenen und volatilen Kursverlauf, so die Analysten der Liechtensteinischen Landesbank.

Wie alle anderen Aktienmärkte könne er sich auch den Sorgen um hoch verschuldete Staaten nicht entziehen. In den letzten Wochen hätten die zwei Pharmakonzerne Novartis und Roche ihre Quartalsberichte veröffentlicht. Obwohl Novartis ein solides Zahlenset habe präsentieren können, habe sich die Aufmerksamkeit der Investoren mehr auf die neue Organisationsstruktur gerichtet, nämlich die Trennung der Ämter von CEO und Verwaltungsratspräsident.

Der bisherige Leiter des Pharmabereichs Joe Jimenez habe am 1. Februar 2010 die Funktion des CEO übernommen, während sich Daniel Vasella künftig auf den Posten des VR-Präsidenten konzentriere. Das leicht unter den Erwartungen liegende Ergebnis von Roche könne auf den Lagerabbau bei den Großhändlern zurückgeführt werden. Aufgrund des viel versprechenden Ausblicks und der attraktiven Einstufung würden beide Aktien kaufenswert bleiben.

Im Finanzbereich seien die Zahlen bislang gemischt ausgefallen. Zurich Financial Services habe ein überzeugendes Jahresergebnis 2009 erzielt. Überraschenderweise werde an der nächsten Generalversammlung eine um 45% höhere Dividende (Rendite von ca. 6,5%) vorgeschlagen. Bei der Großbank UBS habe der Reingewinn im vierten Quartal deutlich über den Erwartungen gelegen, was jedoch vor allem durch geringere Kreditrückstellungen und eine Steuergutschrift bedingt sei. Die Erträge seien schlechter ausgefallen als prognostiziert und die Geldabflüsse seien höher gewesen.

Die Credit Suisse habe einen Quartalsgewinn von CHF 793 Mio. erwirtschaften können. Dieser habe aufgrund des moderaten Beitrags des Investment Banking aber unter den Markterwartungen notiert. Beide Banken würden vermelden, sie seien gut ins Jahr gestartet. Gemäß Mitteilung der Credit Suisse habe sie seit Beginn der Finanzkrise den größten Zufluss an Neugeldern verzeichnen können. Der Fokus der Analysten der Liechtensteinischen Landesbank bleibt auf attraktiv bewerteten Unternehmen mit langfristigem Wachstumspotenzial und soliden Bilanzen. (Ausgabe Februar/März 2010) (15.02.2010/ac/a/m)



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