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Analysen - Ausland
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18.02.2010
Swiss Re "hold"
Vontobel Research
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www.optionsscheinecheck.de
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Zürich (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Vontobel Research, Stefan Schürmann, stuft die Aktie von Swiss Re (ISIN CH0012332372/ WKN 852246) in der aktuellen Ausgabe von "Vontobel Morning Focus" nach wie vor mit dem Rating "hold" ein.
Der Nettogewinn von Swiss Re habe im 4. Quartal 2009 CHF 403 Mio. erreicht und damit unter den Analysten- und den Konsenserwartungen von CHF 625 Mio. gelegen. Das Eigenkapital von CHF 26,2 Mrd. habe die Schätzung der Analysten von CHF 26,5 Mrd. nur knapp verfehlt. Swiss Re weise ein um CHF 9 Mrd. über dem "AA" Niveau von S&P liegendes Kapital auf, eine Verbesserung um CHF 3 Mrd. gegenüber den neun Monaten 2009. Was die Vorschau betreffe, so sei das De-Risking auf gutem Weg, im Jahr 2010 abgeschlossen zu werden, die Stärke der Kapitalbasis sei wiederhergestellt und eine Dividende von CHF 1,0 pro Aktie vorgeschlagen worden.
Swiss Re sage, man werde das aktive Zyklusmanagement weiter verfolgen und sei der Meinung, man habe ausreichendes Kapital und die nötige Erfahrung für große Transaktionen. Swiss Re setze sich ein ROE-Ziel von 12% über den gesamten Zyklus (bisher 14%, unterschiedliche Basis).
Der Gewinn im Bereich Nicht-Leben von CHF 853 Mio. (VontE: CHF 599 Mio.) übertreffe die Erwartungen und ist vor allem auf die gute Schaden/Kosten-Quote von 88,3% zurückzuführen. Das gute Ergebnis erstaune umso mehr, da die negative Entwicklung bei Berkshire eine Auflösung der Reserven des Vorjahres verunmöglicht habe. Bei den Vertragserneuerungen sei ein Minus von 15% verzeichnet worden, und die Durchschnittspreise seien um 2% (VontE: -5% bzw. -1,5%) gesunken. Im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft sei ein Gewinn von CHF 88 Mio. erzielt worden. Das liege unter den Erwartungen der Analysten (VontE: CHF 269 Mio.) und sei vor allem auf ungünstige Wechselkurse und eine hohe Vergleichsbasis des 3. Quartals 2009 (Lincoln-Schlichtung) zurückzuführen.
Die Altlasteneinheit habe mit CHF 34 Mio. (VontE: CHF 5 Mio.) einen unerwartet hohen Gewinn erzielt, dies vor allem durch positiv verlaufende Handelsaktivitäten, die das negative Abschneiden der Finanzgarantie-Rückversicherungseinheit mehr als hätten wettmachen können. Der Bereich Asset Management habe im 4. Quartal 2009 CHF 1,5 Mrd. zum Gesamtergebnis beigetragen und sei u. a. dem Market-zu-Market-Gewinn von CHF 200 Mio. aus dem Atradius-Geschäft sowie den um 35% geringeren Kosten zu verdanken. AM habe CHF 22 Mrd. des kreditverbrieften Portfolios an Blackrock ausgelagert.
Insgesamt sehe das Ergebnis eher gemischt aus, wobei der Nettogewinn des 4. Quartals 2009 trotz der starken Zahlen bei Nichtleben unter der Erwartung der Analysten gelegen habe. Die Stärke der Bilanz sei großteils wiederhergestellt worden und aus Sicht der Analysten sei es nur mehr eine Frage von Monaten, bevor das Rating erneut angehoben werde. Die Herausforderung der Zukunft werde sein, das für den Zyklus festgelegte ROE-Ziel von 12% zu erwirtschaften. Die Analysten würden derzeit mit 9% bzw. 9,5% in den Geschäftsjahren 2010/11E rechnen und keinen Grund erkennen, wieso sie dies aufgrund der vorliegenden Zahlen ändern sollten.
Ihre "hold"-Empfehlung für die Aktie von Swiss Re lassen die Analysten von Vontobel Research unverändert und bestätigen ihr Kursziel von CHF 54 pro Aktie. (Analyse vom 18.02.2010) (18.02.2010/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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