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Analysen - Ausland
17.02.2010
Synthes "buy"
Vontobel Research

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Zürich (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Vontobel Research, Christoph Gubler, stuft die Aktie von Synthes (ISIN US87162M4096/ WKN A0B5F2) in der aktuellen Ausgabe von "Vontobel Morning Focus" mit "buy" ein.

Die Zahlen seien mit Blick auf den Umsatz um 4% hinter den Analysten-Erwartungen zurückgeblieben, der EBIT von 7% und der Reingewinn von 18% dagegen hätten sie übertroffen. Der Umsatz habe sich in 4Q/2009 auf USD 890 Mio. belaufen (Vontobel Research-Erwartung: USD 926 Mio., Konsens: USD 926 Mio.). Das EBIT habe im zweiten Halbjahr USD 618 Mio. betragen (Vontobel Research-Erwartung: USD 576 Mio., Konsens: USD 592 Mio.). Der Reingewinn habe im zweiten Halbjahr bei USD 442 Mio. gelegen (Vontobel Research-Erwartung: USD 403 Mio., Konsens: USD 421 Mio.). Und für die Zukunft erwarte Synthes ein anhaltendes schwieriges Marktumfeld, habe aber auch bekannt gegeben, dass das Umsatzwachstum nach 4Q/2009 zugelegt habe.

Die Umsatzzahlen für das vierte Quartal (alle Zahlen in der Lokalwährung) seien um 5% (Vontobel Research-Erwartung: 10%) gegenüber Wettbewerbern in den Bereichen Trauma (Biomet -3%, Zimmer 7%, Stryker 6%, S&N -2%) und Wirbelsäule (Biomet 6%, Zimmer -15%, Stryker 6%, Medtronic 4%) gewachsen, was auf stabile Marktanteile hindeute. Im vierten Quartal sei Nordamerika um bescheidene 3,9% gewachsen (Vontobel Research-Erwartung: 9%), da Preisgestaltung und Lagerabbaueffekte Schwierigkeiten bereitet hätten und sich negativ bemerkbar gemacht habe, dass das Wirbelsäulenprodukt Synex-II vom Markt genommen worden sei. Die Geschäftsführung erwarte, dass jüngste Produktauftritte und eine Verstärkung der Verkaufsmannschaft das Wachstum 2010 beschleunigen würden.

Europa sei um 7,4% (Vontobel Research-Erwartung: 11%) aufgrund von zugrunde liegendem Wachstum gewachsen, das durch den negativen Basisvergleichseffekt teilweise ausgeglichen worden sei, der aus der Eingliederung des Vertriebsgeschäfts in Norddeutschland entstanden sei. Asien habe ein Wachstum von 12% verzeichnet (Vontobel Research-Erwartung: 19%), das darauf beruht habe, dass die gute zugrunde liegende Nachfrage nicht von einem nunmehr gelösten Regulierungsproblem in Japan betroffen gewesen sei.

Die Bruttomarge im zweiten Halbjahr habe 82,0% betragen (Vontobel Research-Erwartung: 81%), sodass der Preisdruck so schwerwiegend nicht gewesen sein könne. Die EBIT-Marge für das zweite Halbjahr 2009 sei mit 35,1% beziffert worden (Vontobel Research-Erwartung: 32,1%), was niedrigeren G&A- sowie M&S-Kosten zu verdanken sei. Die Reingewinnmarge für 2H/2009 habe 25,2% betragen (Vontobel Research-Erwartung: 22,4%) und von niedrigeren Steuern profitiert.

Ein 2010 P/E von 17 und ein EV/EBITDA von 9 würden zwar ein Minus von 30% gegenüber den historischen Höchstwerten bedeuten, allerdings stehe Synthes damit im Orthopädiemarkt ganz oben. Der Markt dürfte daher den schwachen Umsatzzuwachs in 4Q/2009 nicht verzeihen. Die hohe Rentabilität und der Hinweis auf das bislang im Jahr 2010 anziehende Umsatzwachstum seien zwar positiv, würden aber wahrscheinlich die kurzfristige Enttäuschung nicht ausgleichen können.

Die Analysten von Vontobel Research bewerten die Synthes-Aktie mit dem Rating "buy". Das Kursziel von CHF 165 werde überprüft. (Analyse vom 17.02.2010) (17.02.2010/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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