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Analysen - Ausland
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16.02.2010
Straumann "hold"
Vontobel Research
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www.optionsscheinecheck.de
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Zürich (aktiencheck.de AG) - Christoph Gubler, Analyst von Vontobel Research, stuft die Aktie von Straumann (ISIN CH0012280076/ WKN 914326) in der aktuellen Ausgabe von "Vontobel Morning Focus" mit dem Rating "hold" ein.
Die Ergebnisse hätten die Analysten-Erwartungen (sie hätten deutlich unter dem Konsens gelegen) beim Umsatz um 3%, beim EBIT um 7% und beim Reingewinn um 2% verfehlt. Der Umsatz des vierten Quartals 2009 habe sich auf CHF 184 Mio. belaufen (Vontobel Research-Schätzung: 188,6 Mio., Konsens: CHF 189 Mio.). Das EBIT sei im zweiten Halbjahr auf CHF 71,5 Mio. gekommen (Vontobel Research-Schätzung: CHF 76,6 Mio., Konsens: CHF 81 Mio.), während der Reingewinn CHF 61,8 Mio. betragen habe (Vontobel Research-Schätzung: CHF 63,1 Mio., Konsens: CHF 67 Mio.).
Das Management sage für das Jahr 2010 Umsätze und EBIT-Margen voraus, die "mindestens" auf dem Niveau von 2009 lägen, d. h. Umsatz von CHF 736 Mio. (die Analysten würden CHF 777 Mio. führen) sowie eine EBIT-Marge von 22,5% (die Analysten würden 25% führen).
Das Umsatzwachstum (alle Zahlen in Lokalwährung) habe sich im vierten Quartal auf -0,6% belaufen (Vontobel Research-Erwartung: 3%, NOBE -0,2%). Angesichts der Tatsache, dass bei Straumann die Vergleichsbasis für Q4 weniger günstiger gewesen sei als für die Wettbewerber, zeige das Ergebnis von Straumann einen kontinuierlichen Zuwachs von Marktanteilen (Zimmer habe 4% verloren, Biomet 8%, und Nobel Biocare 0%). NA habe ein Wachstum von 7% verzeichnet (Vontobel Research-Erwartung: 12%, NOBE 6%) und sei damit besser als die meisten Wettbewerber gewesen, was auf eine Stärkung der Marktposition von Straumann als Nr. 2 hindeute (18%E, NOBE 32%E).
In Europa habe das Wachstum bei -4% gelegen (Vontobel Research-Erwartung: 1%, NOBE -3%), wobei das Wachstum auf der iberischen Halbinsel besonders schwach, in der Schweiz und Großbritannien etwas schwach, in Deutschland und Italien unverändert und in Frankreich, Skandinavien und Osteuropa stark gewesen sei. Asien habe ein Wachstum von -2% verzeichnet (Vontobel Research-Erwartung: 1%, NOBE 5%), was auf das schlechte Wirtschaftsumfeld und die Aufbauphase von Straumanns Geschäft in Japan und Korea zurückzuführen sei.
Im Rest der Welt habe das Wachstum bei 22% gelegen (Vontobel Research-Erwartung: 10%, NOBE -59%), wobei Brasilien und Mexiko an der Spitze gelegen hätten. Die Bruttomarge in H2 habe bei 79,6% gelegen (Vontobel Research-Erwartung: 79,2%, NOBE 80,8%), d. h. es herrsche kein Preisdruck. Die EBIT-Marge habe in H2 bei 20,3% gelegen (Vontobel Research-Erwartung: 21,5%, NOBE 22,7%). Die Reingewinnmarge habe in 2H bei 17,5% gelegen (Vontobel Research-Erwartung: 17,7%, NOBE 21,2%).
Straumanns Ergebnisse würden im Wesentlichen denen von NOBE, entsprechen d. h. eine Stabilisierung in Nordamerika, aber schwache Resultate in Europa. Straumann gewinne im Vergleich zu NOBE an Marktanteilen, aber NOBEs Rentabilität sei besser. Die zugrunde liegende Nachfrage im Markt für Dentalimplantate habe sich nicht gebessert. Die vorgelegten Prognosen würden nicht den Analystenerwartungen entsprechen, die von einer Markterholung ausgehen würden. Mit einer P/E-Ratio von 25 und einem EV/EBITDA von 16 für 2010 sei Straumann eine der teuersten Medtech-Aktien im Anlageuniversum der Analysten. Sie würden mit Abstufungen und einer schwachen Kursentwicklung im heutigen Handel rechnen.
Das Rating der Analysten von Vontobel Research für die Straumann-Aktie lautet "hold". Das Kursziel von CHF 325 werde überprüft. (Analyse vom 16.02.2010) (16.02.2010/ac/a/a) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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