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News - Ausland
11.02.2010
Renault erwirtschaftet Jahresverlust, erwartet deutliche Marktkontraktion in Europa
aktiencheck.de

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Boulogne-Billancourt (aktiencheck.de AG) - Der französische Automobilhersteller Renault S.A. (ISIN FR0000131906/ WKN 893113) gab am Donnerstag bekannt, dass er im abgelaufenen Geschäftsjahr einen hohen Verlust erwirtschaftet hat, was mit einem Einbruch in der weltweiten Automobilindustrie zusammenhängt. Zudem wurde für 2010 ein schwacher Marktausblick gegeben.

Der Nettoverlust nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich demnach auf 3,13 Mrd. Euro, gegenüber einem Nettogewinn von 571 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Analysten waren im Vorfeld von einem Verlust von 2,6 Mrd. Euro ausgegangen. Der Umsatz ging um 11 Prozent auf 33,71 Mrd. Euro zurück. Der operative Verlust lag bei 396 Mio. Euro, nach einem operativen Gewinn von 326 Mio. Euro in 2008.

Der Free Cash-Flow war in 2009 mit 2,09 Mrd. Euro positiv, nach -3,03 Mrd. Euro in 2008. Der Absatz belief sich auf 2,3 Millionen Fahrzeuge. Den weltweiten Marktanteil konnte der Konzern damit um 0,1 Prozentpunkte auf 3,7 Prozent steigern.

Für das laufende Jahr 2010 geht der Konzern von anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aus. Dabei könnte der europäische Automobilmarkt laut Renault gegenüber 2009 um 10 Prozent schrumpfen. Vor diesem Hintergrund strebt der Konzern an, einen positiven Free Cash-Flow zu erzielen und die Verbindlichkeiten weiter zu reduzieren.

Die Aktie von Renault notiert in Paris derzeit bei 31,28 Euro (-4,56 Prozent). (11.02.2010/ac/n/a)


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