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Analysen - Ausland
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05.02.2010
Vienna Insurance Group kaufen
Erste Bank
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Wien (aktiencheck.de AG) - Christoph Schultes, Analyst der Erste Bank, empfiehlt die Aktie der Vienna Insurance Group (ISIN AT0000908504/ WKN A0ET17) weiterhin zu kaufen.
Nach den eher mittelmäßigen vorläufigen und unkonsolidierten Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr, die die Vienna Insurance Group letzte Woche präsentiert habe, hätten die Analysten ihre Schätzungen für 2009-11 zurücknehmen müssen. Für 2009 würden die Analysten nun mit einem Gewinn pro Aktie von EUR 2,63 statt wie bisher mit EUR 2,70 rechnen, da sie die im 4. Quartal vorgenommene Firmenwertabschreibung in der Ukraine in Höhe von EUR 20 Mio. in ihrem letzten Update noch nicht berücksichtigt hätten.
Für 2010 würden die Analysten nun EUR 3,03 (statt EUR 3,60) schätzen, was auf die bescheidene Guidance (Vorsteuergewinn steigt mind. 10%) zurückzuführen sei. Auch für 2011 errechne man jetzt deutlich weniger (EUR 3,48 statt EUR 4,43). Die Erholung nach der Krise finde nun (schenke man dem Management Glauben) deutlich langsamer statt. Vor allem der österreichische Markt und hier vor allem der Lebensversicherungsbereich wären die großen Unsicherheitsfaktoren, habe das Management im Conference Call gesagt.
Nichtsdestotrotz bleibe die Vienna Insurance Group eine Kaufempfehlung, auch wenn die Analysten das Kursziel von EUR 48,00 auf EUR 44,50 gesenkt hätten. Nach wie vor beeindruckend sei die Bilanz, die mit einer Solvency I Ratio von über 180% auch für Solvency II schon gut gerüstet scheine. Die Kriegskasse betrage laut Unternehmen nach wie vor über EUR 1,2 Mrd., mit baldigen Zukäufen könne also gerechnet werden. Bleibe nur noch die Frage nach der Dividende, die jedoch noch unbeantwortet bleibe. Das Unternehmen habe zwar bestätigt, an der Mindestauszahlung von 30% des Gewinnes festhalten zu wollen, eine genaue Zahl sei jedoch nicht genannt worden.
Die Analysten würden mit einer Dividende von EUR 0,90 pro Aktie für 2009 rechnen, was der Basisdividende für das Jahr 2008 entsprechen würde. Dennoch hätten sie auch hier mit mehr gerechnet, da die VIG ja seit längerem auf einer prallgefüllten Kriegskasse sitze, ohne jedoch Akquisitionen bekannt zu geben. Auch die Unternehmensgewinne hätten in Krisenzeiten auf hohem Niveau gehalten werden können, was ja eigentlich eine höhere Dividende rechtfertigen würde. Die Aktie bleibe trotzdem attraktiv. Das Wachstum in Osteuropa sei nach wie vor hoch, und die Analysten würden in den kommenden Jahren wieder mit steigenden Gewinnen rechnen. Das sei die eigentliche Investment Story.
Die Analysten der Erste Bank raten weiterhin zum Kauf der Aktie der Vienna Insurance Group. (Analyse vom 05.02.2010) (05.02.2010/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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