Logo
Analysen - Ausland
21.01.2010
Berkshire Hathaway aufstocken
Oldenburgische Landesbank

www.optionsscheinecheck.de

Oldenburg (aktiencheck.de AG) - Christoph Siebecke, Analyst der Oldenburgischen Landesbank, stuft die Berkshire Hathaway-Aktie (ISIN US0846702076/ WKN 900567) mit "aufstocken" ein.

Die Investmentgesellschaft von Anlegerlegende Warren Buffett werde auch das Krisenjahr 2009 mit einem satten Gewinn abschließen. Erwartet werde ein Gewinn vor Steuern von 10,5 Mrd. USD. Seit 1965 führe das "Orakel von Omaha" die Investmentgesellschaft und das überaus erfolgreich. Nach einem schwachen ersten Quartal 2009 hätten sich die Erträge in den Monaten April bis September dieses Jahres wieder deutlich stabilisiert. Der Umsatz sei im dritten Quartal um 7% auf 29,9 Mrd. USD gestiegen. Der Gewinn habe sogar deutlich um 206% auf 3,238 Mrd. USD gesteigert werden können. Für das Gesamtjahr werde ein Nettogewinn von 7,2 Mrd. USD erwartet. Die Eigenkapitalquote betrage stolze 45%, daneben weise die Bilanz ein Nettofinanzguthaben von 113 Mrd. USD aus. Berkshire Hathaway sei also kerngesund.

Strategisch habe sich Berkshire Hathaway in den letzten Monaten beim Versicherungsgeschäft eher zurückgenommen. So wolle man nun nicht mehr die Versicherungstochter der RBS erwerben. Auch das Rückversicherungsgeschäft interessiere die Amerikaner derzeit weniger. Vielmehr seien Medizintechnik-, Gesundheit- und Pharmatitel in den Focus der Gesellschaft gerückt. So wolle man von der groß angelegten Gesundheitsreform in den USA profitieren. Darüber hinaus habe Buffett seinen Anteil an Wal-Mart verdoppelt. Der weltgrößte Einzelhändler profitiere mehr und mehr von der amerikanischen Verbraucherkonsumkrise, da in erster Linie billige Artikel angeboten würden.

Der letzte Riesendeal sei die Übernahme des US-Eisenbahnbetreibers BNSF mit einer Bewertung von 44 Mrd. USD. Die auf Güterverkehr spezialisierte BNSF befahre eines der größten US-Streckennetze mit einer Gesamtlänge von etwa 51.500 km in 28 Bundesstaaten. Buffett setze damit voll auf eine Genesung der amerikanischen Volkswirtschaft und der sukzessiven Verdrängung des Lkw-Verkehrs durch den Eisenbahnverkehr. Als Grund für diese Entwicklung sehe Buffett die wieder steigenden Spritpreise.

Aufgrund der sehr hohen Berkshire Hathaway-Aktienpreise sei es für Privatanleger in der Vergangenheit nur erschwert möglich gewesen, in das Unternehmen von Investmentlegende Warren Buffett zu investieren. Am 21.01.2010 sei bei den B-Aktien, die dem Wert eines 1/30 der A-Aktien entsprechen würden, ein Aktiensplit im Verhältnis 50:1 durchgeführt worden. Dadurch sei der Aktienkurs von 2.449,50 EUR auf 48,99 EUR gesunken. Aufgrund des Splits sei es nun auch Kleinanlegern möglich die Aktie zu kaufen, ohne gleich einen Großteil des Depots in diesen Wert zu investieren.

Mit der Berkshire Hathaway-Aktie erwerbe man indirekt ein breites Portfolio internationaler Firmen (z.B. McDonald's, Coca-Cola, Wal-Mart, Goldman Sachs). Der Vermögensverwalter sei Warren Buffet höchstpersönlich, bestimme er doch maßgeblich die Anlageentscheidungen.

Die Analysten der Oldenburgischen Landesbank bewerten die Aktie von Berkshire Hathaway mit dem Rating "aufstocken". (Analyse vom 21.01.2010) (21.01.2010/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



© 1998 - 2026, optionsscheinecheck.de