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Analysen - Ausland
03.02.2010
Johnson & Johnson halten
Raiffeisen Centrobank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Connie Schümann und Christine Nowak, Analystinnen der Raiffeisen Centrobank, stufen die Aktie von Johnson & Johnson (ISIN US4781601046/ WKN 853260) weiterhin mit dem Rating "halten" ein.

Zum ersten Mal seit dem zweiten Quartal 2008 habe der Geschäftbereich Pharma ein Plus von 5,4% (währungsbereinigt: 1,6%) verzeichnet. Dies sei hauptsächlich auf die Produkte Velcade (Onkologie) (+9%), Levaquin/Floxin (Bakterielle Infektionen) (+10%), Prezista (HIV) (ca. +50%) und Remicade (rheumatoide Arthritis) (+5,9%) zurückzuführen.

Der Gewinn je Aktie (bereinigt um Sonderfaktoren) von USD 1,02 habe die Analystenerwartungen (USD 0,97) um USD 0,05 pro Aktie übertroffen. Der Umsatz sei im Jahresvergleich um 9 Prozent (4,5% operationale Steigerung und 4,5% Wechselkursgewinne) auf USD 16,6 Mrd. gestiegen und habe somit auch die Markterwartung übertroffen, die bei rund USD 15,75 Mrd. gelegen habe. Allerdings sei zu beachten, dass Johnson & Johnson, im Gegensatz zu der Mehrheit der Analysten, eine zusätzliche Woche in ihre Berechnung einbezogen habe und der Steuersatz niedriger als erwartet ausgefallen sei.

Der Nettogewinn habe USD 2,2 Mrd. betragen, was einem Rückgang von 19% im Jahresvergleich entspreche. Dies sei zum einen auf rückläufige Verkaufszahlen von rezeptpflichtigen und hochmargigen Medikamenten in den USA und zum anderen auf die Restrukturierungskosten zurückzuführen.

Die Zahlen für das vierte Quartal hätten weitgehend den Erwartungen entsprochen, der Ausblick habe jedoch enttäuscht. Ein wichtiges Element bei der Bewertung der Aktie stelle die Pipeline dar, da aber noch keine konkreten Ergebnisse vorhanden seien, bzw. noch keine Zulassung erfolgt sei, würden es die Analysten noch nicht in der Einschätzung berücksichtigen. Das Unternehmen verfüge über eine sehr hohe Liquidität, die das Management angesichts großer ablaufender Patente für Akquisitionen in jeder Größe nutzen möchte. Dies könnte sich aufgrund einer möglichen Gewinnverwässerung noch negativ auf den Aktienkurs auswirken.

Daher belassen die Analysten der Raiffeisen Centrobank ihre "halten"-Einschätzung für die Johnson & Johnson-Aktie weiter aufrecht. (Analyse vom 03.02.2010) (03.02.2010/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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