Logo
Analysen - DAX 100
03.02.2010
HHLA kaufen
SRH AlsterResearch

www.optionsscheinecheck.de

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von SRH AlsterResearch, Oliver Drebing, stuft die Aktie der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) (ISIN DE000A0S8488/ WKN A0S848) unverändert mit dem Rating "kaufen" ein.

Die HHLA habe mit den veröffentlichten Eckdaten zum Geschäftsjahr 2009 die eigenen Vorgaben wie auch die Markteinschätzungen erfüllt. Einen Ausblick enthalte die Unternehmensmitteilung erwartungsgemäß nicht. Die genannte Umsatzindikation liege bei 960 Mio. EUR (Prognose SRH AlsterResearch: 959,4 Mio. EUR). Damit sei in Q4 das Niveau der beiden Vorquartale gehalten worden. Der Containerumschlag im Konzern (Seeverkehr) werde mit 4,9 Mio. TEU angegeben (entspreche der Prognose). Das EBIT der fortgeführten Aktivitäten belaufe sich auf 164 Mio. EUR (Prognose: 168,3 Mio. EUR). Im abgelaufenen Geschäftsjahr habe die HHLA das Transportgeschäft nach Lübeck sowie den dort bisher betriebenen Terminal abgegeben. Der vollständige Jahresgeschäftsbericht werde am 31. März vorgestellt.

Bislang gebe es noch kein handfestes Anzeichen für irgendeinen Aufschwung des Überseehandels; es würden nicht mehr Schiffe oder Frachten die chinesischen Häfen mit Kurs Hamburg verlassen als während des 2. Halbjahres 2009 (Fahrtzeit durch den Suez-Kanal: Rund sieben Wochen). Der Aktienkurs halte sich leidlich wegen der Zuversicht und den positiven Gerüchte und Anekdoten rund um China. Das könnte mittelfristig für die Wahrnehmung der Aktie zu wenig sein. Enttäuschungspotenzial sei wegen einer auch in den nächsten Wochen fehlenden Unterfütterung der China-Zuversicht gegeben.

Doch der Hafen steuere gegen: Der Vorstand sei alles andere als untätig, die Positionierung des Hamburger Hafens zu verbessern. Kooperationen beim Feeder-Verkehr (Zubringerdienste mit Küstenmotorschiffen), wie sie mit dem Marktführer Unifeeder vereinbart worden seien, und der zusammen mit Eurogate geplante Aufbau einer Hinterland-Infrastruktur würden die Wettbewerbsposition nochmals erheblich verbessern. Mit diesen Aktivitäten werde der Equity-Story eine weitere Säule eingezogen.

Die Analysten würden dem Infrastrukturtitel eine Bewertungsprämie in jenen Perioden zugestehen, in denen Unternehmensgewinne auf breiter Front allenfalls konsolidieren würden und "Gewinnwachstum" kein Bewertungsmaßstab sein könne. Kaum zu tun habe Hamburgs Hafen mit den PIGS, also Portugal, Italien, Griechenland und Spanien. Aus den für den Warenaustausch über Hamburg wichtigen Regionen Nord- und Zentral-Osteuropas seien demnächst wieder positive Impulse für die HHLA zu erwarten, denn diese Volkswirtschaften - Polen habe sich ohnehin sehr gut gehalten - hätten sich gefangen und kämen bei der Erholung bereits voran.

Die Wettbewerbsposition der HHLA-Terminals, teils geografisch vorbestimmt, in noch höherem Maße beruhend auf dem Leistungsvermögen hinsichtlich Tempo und Zuverlässigkeit, sähen die Analysten nicht gefährdet. Rezession sei eine Ausnahmesituation. Es erwachse daraus kein langfristiger Trend. Ein strukturelles Problem des Unternehmens würden sie nicht erkennen. Für die fundamentale Bewertung der Aktie folge daraus ein niedrigeres Gewicht kurzfristiger Aspekte. Die mittel- und langfristige Perspektive würden die Analysten von deutlich zweistelligen Wachstumsraten geprägt erwarten. Das Kursziel für die HHLA-Aktie würden sie bei 35 EUR belassen. Auf Basis ihrer Prognosen für 2010 und ihrer Kurszielformulierung ergebe sich ein Ziel-KGV bei 22.

Die Analysten von SRH AlsterResearch stufen die HHLA-Aktie weiter mit "kaufen" ein. (Analyse vom 03.02.2010) (03.02.2010/ac/a/d)


© 1998 - 2026, optionsscheinecheck.de