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Analysen - Nebenwerte
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26.01.2010
Bertrandt kaufen
Bankhaus Lampe
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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Marc Gabriel, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von Bertrandt (ISIN DE0005232805/ WKN 523280) weiterhin mit "kaufen" ein.
Die Autokaufanreize hätten weltweit positiv zur Stabilisierung der Absatzmengen beigetragen. Aktuell würden sich die Anzeichen bestätigen, dass das Jahr 2010 absatzseitig stabil verlaufen werde. Dabei würden die Premiumhersteller wohl stärker profitieren, da sie während der Krise auch stärker gelitten hätten. Bertrandt sei jedoch nicht von den Absatzzahlen der OEMs abhängig. Die intakten Treiber für Bertrandt seien die Modellvielfalt und die steigenden gesetzlichen Anforderungen (CO2-Reduzierung, Tagfahrlicht, Bremsassistenz, etc.).
Mit der Porsche AG und der LBBW Kapitalbeteiligungs GmbH würden zwei Aktionäre 50% des Kapitals halten. Es gebe Diskussionen um die Beteiligungen nach der Übernahme von Porsche durch VW und der Restrukturierung bei der LBBW. Jedoch ist nach Erachten der Analysten vom Bankhaus Lampe aktuell nicht mit einer Veränderung der Aktionärsstruktur zu rechnen.
Bertrandt sehe bei dem OEMs zwar Tendenzen zu weniger Fremdvergaben zum Auslasten der eigenen Kapazitäten, jedoch seien hiervon wesentlich die Produktionsbereiche, die rund 95% der Produktionskosten ausmachen würden, betroffen. Die Entwicklungsabteilungen würden aufgrund der Bedeutung der neuen Technologien und Modelle hiervon unberührt bleiben.
Folgende positive und negative Effekte sollten bei dem Investment beachtet werden: Bertrandt sei ein dividendenstarkes Unternehmen und die Aktie als nichtzyklischste Aktie innerhalb des Segments der Automobilzuliefererindustrie ein Basisinvestment. Die neuen Geschäftsfelder (Luftfahrt und Services) würden sich organisch weiter entwickeln (zurzeit 360 Mitarbeiter). Zur Erinnerung: Beim Börsengang (1996) sei Bertrandt nur im Automobilbereich aktiv gewesen und sei mit 450 Mitarbeitern gestartet; heute seien im gesamten Unternehmen über 5.500 Mitarbeiter beschäftigt, was das weitere Wachstumspotenzial verdeutliche.
Das Risiko einer erneuten weltweiten Autoabsatzkrise könnte zu Projektverzögerungen und damit zu Umsatzrückgängen führen. Man erwarte eine tendenzielle Verbesserung der EBIT-Marge auf 8 bis 10%. Das erste Quartal 2009/10 dürfte angesichts eines noch relativ guten Vorquartals etwas schwächer ausfallen (EBIT-Marge BHLe/ Q1: 7,7%; Vj.: 9,9%)
Die Aktie ist anhand der Bewertungsmodelle der Analysten vom Bankhaus Lampe deutlich unterbewertet, dabei haben sie bereits Sicherheitsabschläge von einem Fünftel berücksichtigt. Mit der am 17.02.2010 auf der Hauptversammlung auszuschüttenden Dividende von 1,00 Euro dürften die Aktionäre wohl auch in den kommenden Jahren rechnen.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe bewerten die Aktie von Bertrandt unverändert mit dem Rating "kaufen". Das Kursziel werde weiterhin bei 29,00 Euro gesehen. (Analyse vom 26.01.2010) (26.01.2010/ac/a/nw)
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