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Analysen - Marktberichte
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22.01.2010
ATX im Minus
Erste Bank
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www.optionsscheinecheck.de
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Wien (aktiencheck.de AG) - In dieser Woche verlor der ATX in einem schwachen internationalen Umfeld 3,6% und büsste somit rund die Hälfte seiner in diesem Jahr erzielten Kursgewinne ein, so die Analysten der Erste Bank.
Die Wochengewinner würden sich an einer Hand abzählen lassen, besser gesagt an drei Fingern. bwin sei mit einem Plus von 2,7% aus der Woche gegangen, jedoch ohne besonderen News-flow. Intercell habe um 2,6% zulegen können, was wohl auf Gerüchte eines möglichen Einstiegs von GlaxoSmithKline zurückzuführen gewesen sei. Die Telekom Austria habe 2% gewonnen, nachdem das Unternehmen bekannt gegeben habe, den seit Jahren anhaltenden Rückgang im Festnetzgeschäft im letzten Jahr verlangsamt haben zu können. Zudem hätten die Festnetz-Breitband-Anschlüsse deutlich gesteigert werden können.
Auf der Verliererseite hätten diesmal die Banken gestanden (Erste Group -7,4% und Raiffeisen Int. -7,1%), was in erster Linie auf die Ankündigung neuer Pläne Obamas zur Beschneidung der Aktivitäten amerikanischer Banken bzw. eine neue Bankensteuer zurückzuführen gewesen sei. Zu den Verlierern hätten auch Strabag (-6,7%) und Wienerberger (-6,5%) nach schwachen Eurostat Bauzahlen gehört.
Von Unternehmensseite habe es sonst wenig zu berichten gegeben. Gesprächsthema Nummer 1 seien sicherlich die Hauptversammlungen von IMMOFINANZ und IMMOEAST gewesen, in denen die Fusion der beiden Gesellschaften nun offiziell beschlossen worden sei. Sowohl IMMOEAST (-9%), als auch IMMOFINANZ (-6,9%) hätten aufgrund der eventuell bevorstehenden Kapitalerhöhung und dem drohenden Stock-Overhang (Delisting Warschau) deutlich verloren. Verloren habe auch die conwert (-8%), die die Platzierung einer Wandelanleihe bekannt gegeben habe. AT&S habe Q3-Zahlen berichtet, die positiv hätten überraschen können, die Aktie sei in dieser Woche eine erfreuliche Ausnahmeerscheinung gewesen und habe um 10,4% zugelegt.
Nächste Woche werde es interessant. Vorläufige Zahlen werde es von den beiden Versicherungen VIG und UNIQA geben, sowie von Palfinger und SBO. Dazu komme noch das Trading Statement der OMV. EVN zahle am Dienstag ihre Dividende in Höhe von EUR 0,37. Die weitere Entwicklung des ATX hänge von den internationalen Vorgaben ab. Impulse seien höchstens von den Zahlen der VIG und OMV zu erwarten. Die Korrektur scheine jedoch noch nicht abgeschlossen zu sein. (22.01.2010/ac/a/m)
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