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Analysen - Ausland
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18.01.2010
SGS "hold"
Vontobel Research
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www.optionsscheinecheck.de
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Zürich (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Vontobel Research, Michael Foeth, stuft die SGS-Aktie (ISIN CH0002497458/ WKN 870264) in der aktuellen Ausgabe von "Vontobel Morning Focus" nach wie vor mit dem Rating "hold" ein.
Aufgrund der Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2009 hätten die Analysten ihre Umsatzschätzungen für SGS für die Geschäftsjahre 2010 und 2011 nach unten korrigiert, aber die Prognose für die operative Marge erhöht. Aus dieser Kombination ergebe sich für beide Jahre ein Minus von 3% beim EPS. SGS habe bereits bekannt gegeben, dass das organische Wachstum im Geschäftsjahr 2009 mit 1,3% hinter den Erwartungen zurückgeblieben (E: 3,8%), gleichzeitig jedoch eine hohe Marge von 17,3% erzielt worden sei (E: 16,7%).
Im zweiten Halbjahr 2009 hätten die Margen eine Rekordhöhe von 18,4% erreicht, getragen durch eine günstige Mischung im Dienstleistungsangebot und auf geografischer Ebene sowie durch eine strikte Kostenkontrolle. SGS werde eine ordentliche Dividende von CHF 30 plus einer Sonderdividende von weiteren CHF 30 vorschlagen, was eine attraktive Dividendenrendite von 4,3% ergebe.
Im Öl- und Gas-Sektor habe SGS einen nicht exklusiven Joint-Venture-Vertrag mit Halliburton unterzeichnet, um Laboranlagen zur Verfügung zu stellen, welche die Analyse von Proben in Anlagen vor Ort ermöglichen würden, wodurch ein signifikativer Zeitvorteil für die Kunden geschaffen werde.
Das Mineraliengeschäft sei nach wie vor schwach, mit der Zeit sollte es sich aber nachhaltig erholen. Die Gesamtkosten für die Exploration würden sich voraussichtlich auf dem Niveau des Jahres 2009 stabilisieren (rund USD 8 Mrd. weltweit und unterhalb der USD 13 Mrd. des Jahres 2008), während die Ausgaben für Goldprojekte steigen dürften.
Nach SGS werde 2010 erneut ein gutes Jahr für das Consumer Testing-Geschäft, auch wenn der Vergleich der Zahlen des ersten Quartals 2010 aufgrund niedrigerer Gewinne im Zusammenhang mit dem Gesetz zur Sicherheit von Konsumgütern schwierig ausfallen dürfte. Die hohen Margen im Chemical Testing dürften wieder schrittweise erzielt werden.
Die Automotive-Sparte, die zu 74% aus gesetzliche vorgesehenen Tätigkeiten bestehe, dürfte infolge des Verlustes des Irland-Vertrags (rund 15% der gesetzlich vorgesehenen Tätigkeiten) einen Rückschlag erleiden, der durch neue Möglichkeiten (Auto, Taxi und Businspektionen) in verschiedenen Regionen ausgeglichen werden sollte.
SGS habe für 2010 Umsatz- und Gewinnwachstumsziele gesetzt. Diese Ziele müssten nicht unbedingt durch organisches Wachstum erreicht werden, sodass das Unternehmen bei der Umsetzung flexibel sei. Das bereits erwähnte EPS-Ziel von CHF 105 für 2011 habe intern weiterhin Bestand, dürfte jedoch kaum zu erreichen sein, zumindest nicht ohne Übernahmen.
Die Analysten von Vontobel Research gehen davon aus, dass auch im ersten Halbjahr 2010 nur schwer ein Wachstum zu erzielen sein wird, und behalten ihre neutrale Haltung gegenüber der SGS-Aktie bei. Nichtsdestotrotz hätten sie aufgrund ihres DCF-Modells ihr Kursziel auf CHF 1.500 erhöht. Dies würde einer P/E-Ratio für 2010E und 2011E von 17,9 und 15,5 und einem EV/EBITDA 2011E von 8,3 entsprechen. (Analyse vom 18.01.2010) (18.01.2010/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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