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Analysen - Marktberichte
18.01.2010
TecDAX technische Analyse
SEB

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Rund 114% ist der TecDAX in den letzten zehn Monaten angestiegen, so die Analysten der SEB im aktuellen "MarketFlash".

Er stelle damit seinen "großen Brunder", den DAX 30, sogar noch in den Schatten. Zum Zeitpunkt der Analyse sei der starke Widerstand bei 864 Punkten getestet worden.

Die Markttechnik präsentiere sich positiv. Insbesondere die langfristigen Trendindikatoren MACD und Momentum würden dem TecDAX einen hohen Überhang an Aufwärtspotenzial und -dynamik bescheinigen, der sogar noch ausgebaut werde. Auch bei den mittelfristigen Overbought/Oversold-Indikatoren würden die positiven Impulse überwiegen. Der RSI steige kontinuierlich an, die Stochastiks würden im überkauften Bereich seitwärts verlaufen. Insgesamt würden sich die Indikatoren als hohe inhärente Stärke deuten lassen.

Der TecDAX lasse sich zwar nicht in einen Aufwärtstrend einpassen, die gewichtete 13-Wochen Linie (zum Zeitpunkt der Analyse bei 810 Punkten steigend) lasse sich aber als eine Art Aufwärtstrendlinie heranziehen. Sie sei in den vergangenen zehn Monaten, also seit Beginn der Hausse, mehrfach getestet und erfolgreich verteidigt worden. Auf der anderen Seite zeige sie aber auch das mögliche Rückschlagspotenzial für Korrekturen auf. So sei beispielsweise nicht ohne weiteres damit zu rechnen, dass der starke Widerstand bei 864 Punkten im ersten Anlauf überwunden werden könne. In den nächsten Wochen spreche aber viel dafür, dass ein solches Unterfangen erfolgreich verlaufen werde. Die dann folgende Zielmarke liege zunächst bei 942 Punkten. Im Jahresverlauf sei auch ein Erreichen der psychologischen Marke von 1.000 Punkten nicht auszuschließen.

Der Anstieg um rund 114% von März bis zum heutigen Tag schließe zwei Korrekturen von etwas über 10% ein. Sie seien im Abstand von ca. drei Monaten erfolgt. Da die letzte Korrektur Mitte Oktober 2009 stattgefunden habe, wäre der TecDAX - sei er diesem Muster gefolgt - nun wieder "fällig". Bislang lasse sich eine bevorstehende Korrektur aber weder an den Indikatoren des Tages- noch des Wochencharts ablesen. Dafür sprächen bislang lediglich der Drei-Monatsrhythmus sowie der starke Widerstand bei 864 Punkten. Eine Korrektur auf die zuvor erwähnte gewichtete 13-Wochen-Durchschnittslinie hätte übrigens nur ein Rückschlagspotenzial von gut 5% (ausgehend vom aktuellen Stand). Die Unterstützung bei 762 Punkten sei ca. 11% entfernt und könnte ebenfalls Ziel einer Korrektur sein.

Die Aussichten für die weitere Entwicklung des TecDAX seien positiv. Korrekturen bis auf die 13-Wochenlinie würden nichts an der Chance ändern, in diesem Jahr Notierungen bei 942 oder gar 1.000 Punkten zu sehen. Eine nachhaltige Verletzung dieser Durchschnittslinie würde dieses Aufwärts-Szenario allerdings deutlich eintrüben. (Ausgabe vom 15.01.2010) (18.01.2010/ac/a/m)



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