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Analysen - Nebenwerte
17.12.2009
Solar Millennium für kurzfristig orientierte Anleger
Geldanlage-Report

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Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Nach Meinung der Experten vom "Geldanlage-Report" eignet sich die Solar Millennium-Aktie (ISIN DE0007218406/ WKN 721840) für kurzfristig orientierte Anleger.

In den wichtigsten Märkten der Welt stehe ein gigantischer Solar-Boom an. Weil großer Nachholbedarf bestehe, seien große Kraftwerke gefragt.

Jahrelang hätten die USA und Indien den Solartrend regelrecht verschlafen. Nun würden sie mit gigantischen Investitionsprogrammen eine Aufholjagd starten. Auf dem Weltklimagipfel in Kopenhagen habe die Obama-Regierung nun auch noch mit einem offiziellen "CO2-Zugeständnis" überrascht (entsprechende Maßnahmen zur Verringerung des CO2-Ausstosses werden ergriffen). Es scheine so, als könne die Grüne Revolution nun auch über dem großen Teich nicht mehr aufgehalten werden.

Fast zeitgleich habe auch Indien die internationalen Finanzmärkte mit einer spektakulären Ankündigung überrascht: Das Land wolle seine Energiekapazität bis 2050 auf 200 Gigawatt ausbauen. Die Kosten dafür würden auf 20 Mrd. US-Dollar veranschlagt. Alleine 12,8 Mrd. US-Dollar dieser Summe sollten in den Aufbau einer eigenen Solarindustrie investiert werden. Das zeige die Bedeutung, die die Regierung dem Solarsektor beimischt.

Bis 2020 solle sich der Anteil alternativer Energien am Gesamtbedarf auf 20 Gigawatt verzehnfachen. Sowohl in den USA als auch in Indien dränge nun die Zeit: Wolle man den riesigen Rückstand bei alternativen Energien aufholen, würden nur große Projekte, zum Beispiel Solarthermie-Kraftwerke helfen, die auf einen Schlag die Energieversorgung tausender Haushalte sicherstellen könnten. Technologisch würden sich diese Kraftwerke dabei grundlegend von der bisher dominierenden Photovoltaik unterscheiden.

Bei den so genannten Parabolrinnen-Kraftwerken werde Flüssigkeit in Rohren erhitzt, die dann kondensiere und eine Dampfturbine antreibe. Solarzellen würden keine benötigt. Bisher seien in Europa erst zwei solcher Kraftwerke überhaupt in Betrieb: Die beiden Andasol-Projekte in Spanien. Bei beiden war bzw. ist das noch relativ unbekannte Erlanger Solarunternehmen Solar Millennium federführend, so die Experten vom "Geldanlage-Report". Die Leistungskapazität liege nach einem vollen Ausbau (inklusive Bau eines weiteren Kraftwerks, Andasol 3) bei 150 Megawatt.

Der Clou an der Geschichte: Alleine in den USA seien für die nächsten Jahre sechs Riesenkraftwerke dieser Art geplant, die mit einer Leistung von über 1000 Megawatt die bisher realisierten Projekte in den Schatten stellen würden. An drei dieser sechs US-Projekte sei Solar Millennium bereits wieder beteiligt. Auch beim prestigeträchtigen Desertec-Projekt, in dessen Rahmen Europa in Zukunft Öko-Strom aus der Sahara beziehen wolle, sei Solar Millennium mit von der Partie. Noch bewege sich die Aktie wegen ihrer geringen Marktkapitalisierung unter dem Radar vieler institutioneller Anleger und sei daher sehr attraktiv bewertet.

Nach Ansicht der Experten vom "Geldanlage-Report" weist die Solar Millennium-Aktie für kurzfristig orientierte Trader noch Kurspotenzial auf. Das Enttäuschungsrisiko sei jedoch hoch. Vor Quartalszahlen sollte man eher abstoßen. (Analyse vom 17.12.2009) (17.12.2009/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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