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Analysen - TecDAX
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11.12.2009
Manz Automation investieren
TradeCentre.de
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www.optionsscheinecheck.de
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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" raten bei der Aktie von Manz Automation (ISIN DE000A0JQ5U3/ WKN A0JQ5U) zu investieren.
Der Reutlinger Technologieanbieter für die Photovoltaik und LCD-Industrie gewinne Aufwind. "Der Markt für die Solarindustrie belebt sich und wir erkennen eine sehr hohe Aktivität der Anfragen seitens der Kunden. Eine Schwalbe macht aber noch keinen Sommer. Wir hoffen, dass es nicht bei der einen Schwalbe bleibt". Das sage den Analysten Finanzvorstand Martin Hipp im Hintergrundgespräch. Insbesondere das Interesse aus asiatischen Gefilden sei hoch.
Nachdem Branchenkollegen wie Roth & Rau und PVA Tepla jüngst Aufträge aus Fernost hätten gewinnen können, dürfte auch bei Manz Automation demnächst die eine oder andere Order von einem chinesischen Solaranbieter im Schwabenland eintreffen. "Wir sind in intensiven Gesprächen und erwarten in den nächsten Wochen Abschlüsse", so der CFO. Vom Boom in China dürfte der Solar-Zulieferer somit profitieren.
Nach einem Ordereingang von lediglich neun Mio. Euro im dritten Quartal, strebe Hipp für das Schlussquartal einen deutlich höheren Eingang der Aufträge an. Die eingeläutete Wende sollte sich in 2010 fortsetzen. "Wir erwarten im kommenden Jahr wieder zweistelliges Wachstum und schwarze Zahlen". Die größten Impulse würden laut dem studierten Betriebswirt aus China resultieren. "Das ist der Treiber für unser Solargeschäft". Verstärkt habe sich inzwischen auch die Marktbelebung in der LCD-Industrie aufgrund einer erhöhten Nachfrage nach TV-Endgeräten. "Auch hier wird das Geschäft aus China angetrieben. Wir sind auf einem geringeren Niveau als in 2008 gut ausgelastet".
Große Erwartungen habe der Finanzchef im Bezug auf die industrielle Fertigung von Lithium-Ionen-Batterien. "Das Potenzial ist für uns sehr groß und der Bereich könnte eine signifikante Größe in unserer Gruppe einnehmen", sage Hipp. Haupteinsatzgebiet für diese Batterien seien vor allem Elektro- und Hybridfahrzeuge. Partner der Schwaben sei die Li-Tec Battery GmbH, an der die Daimler AG und Evonik AG beteiligt seien.
Manz Automation erwarte für das Jahr 2009 einen Umsatz zwischen 80 und 85 Mio. Euro. Nach neun Monaten hätten der Umsatz bei knapp 47 Mio. Euro und das EBIT bei minus 16,1 Mio. Euro gelegen. Für das Schlussquartal verspreche Hipp ein positives EBIT. Der Verlust nach neun Monaten könne jedoch nicht kompensiert werden. Vermutlich werde aber der operative Cashflow in etwa ausgeglichen ausfallen. Per Ende September sei das Orderbuch mit 78 Mio. Euro gefüllt gewesen. Von diesem Bestand seien gut 30 Mio. Euro auf den US-Konzern Applied Materials zurückzuführen.
Da die Amerikaner selbst mit einer Tochter als Systemlieferant im Markt auftreten würden, sei zu befürchten gewesen, dass Applied Materials in Zukunft keine Orders mehr an Manz Automation platziere. Die Chancen diesen Kunden in der Zukunft zu behalten, stünden zwischenzeitlich jedoch wieder positiver. "Wir sind guter Dinge und haben eine gute Beziehung zu Applied Materials". Ein Restrisiko bestehe indes mit der Abwicklung des besagten Orderbestandes. "Wir sind in Verhandlung und wollen die Gespräche bald finalisieren". Vermutlich werde die Order noch vollständig abgewickelt. Werde sie nur teilweise ausgeliefert, könnte der Rest kompensiert werden.
Manz Automation werde von einer Trendwende für Solar-Equipment in 2010, jedoch spätestens in 2011 massiv profitieren. "Mittelfristig ist es unser Ziel zu unserem Rekordumsatz von gut einer Viertelmilliarde Euro zurückzukehren und mit einer EBIT-Marge im zweistelligen Prozentbereich zu wirtschaften", kündige Hipp an. Obendrauf habe die Kooperation mit Li-Tec viel Charme und könnte sich prächtig entfalten.
Alles in allem seien dies nach Ansicht der Experten von "TradeCentre.de" gute Gründe, um bei der Manz Automation-Aktie zu investieren. (Analyse vom 11.12.2009) (11.12.2009/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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