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Analysen - DAX 100
07.12.2009
Fresenius Medical Care "buy"
SEB

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der SEB, Manfred Jakob, stuft die Aktie von Fresenius Medical Care (FMC) (ISIN DE0005785802/ WKN 578580) mit dem Rating "buy" ein.

FMC habe den Umsatz um 6% auf 2,89 Mrd. USD und das operative Ergebnis um 7% auf 451 Mio. USD gesteigert. Operativ habe FMC die Erwartungen von 446 Mio. USD übertroffen. Der Nettogewinn sei um 9% auf 225 Mio. USD bzw. auf 0,767 USD je Aktie gestiegen. Der Free Cashflow habe sich auf 278 Mio. USD (nach 116 Mio. USD im Vorjahr) verbessert.

In Nordamerika, dem wichtigsten Markt, habe sich der Umsatz um 10% erhöht. Die durchschnittliche Vergütung pro Behandlung in den USA sei auf 348 USD gegenüber 333 USD im Vorjahresquartal und 344 USD im 2. Quartal 2009 gestiegen. Dies sei auf eine Erhöhung der Kostenerstattungssätze und des Medikamenteneinsatzes zurückzuführen. Außerhalb Nordamerikas ("International"), wo zuletzt verstärkt in Emerging Markets expandiert worden sei, sei der Umsatz nahezu unverändert geblieben, währungsbereinigt sei dies ein Plus von 9%.

Für 2009 erwarte FMC nun Erlöse von 11,2 Mrd. USD (bisher 11,1 Mrd. USD). Beim Gewinn rechne man nun mit 865 bis 890 Mio. USD (850 bis 890 Mio. USD).

Im 3. Quartal habe FMC den Wachstumskurs trotz der allgemeinen Widrigkeiten (Wirtschaftskrise, Währungseinflüsse) fortgesetzt. Das organische Wachstum habe sich wie in den letzen Quartalen auf 8% belaufen. Die Margen hätten wieder ausgeweitet werden können; die operative Marge z. B. habe sich gegenüber dem 2. Quartal um 50 Basispunkte auf 15,6% verbessert. Der Umsatz in Nordamerika sei um 10% gestiegen (Q2: 9%). Die durchschnittliche Vergütung pro Behandlung in den USA habe sich weiter auf 348 USD gegenüber 344 USD (Q2) erhöht.

Für FMC seien die Auswirkungen der Gesundheitsreform in den USA "eher neutral zu werten" (16.11.), da die künftige Erstattung von Dialyseleistungen bereits im Sommer 2008 beschlossen worden sei. Positiv zu werten seien auch starke Cashflows. FMC habe den Ausblick für 2009 leicht angehoben.

Mit einem Margendruck sei immer wieder zu rechnen, da FMC stetig nach Expansionsmöglichkeiten Ausschau halte und somit Investitionskosten anfallen würden. Negativ zu werten seien auch die zuletzt gestiegenen Aufwendungen für Heparin sowie negative Wechselkurseffekte. Gesundheitsreformen in einigen Kernmärkten könnten stärker als erwartet belasten. Die Aktie sei inzwischen nicht mehr "günstig".

FMC überzeuge mit anhaltend guten Wachstumsraten, und beweise, dass es einem vorübergehenden Margendruck stets erfolgreich begegnen könne. Die Aktie sei ein klassischer defensiver Wachstumswert. Das neue Zwölfmonats-Kursziel werde bei 41 EUR gesehen, nach zuvor 39 EUR.

Die Analysten der SEB bewerten die Fresenius Medical Care-Aktie mit "buy". (Analyse vom 07.12.2009) (07.12.2009/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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